Beitrags-Archiv für die Kategory 'Neuseeland'

Endlich zuhause … oder? (Teil 1)

Montag, 31. Mai 2010 10:53

Dass 7 Monate in Asien nicht spurlos an einem vorbei gehen, merkt man spätestens dann, wenn man wieder in einem vermeintlich westlich geprägten Land ankommt. In den ersten Tagen nach der Ankunft überwiegt zunächst Langeweile. Auckland ist auf den ersten Blick sauber, ruhig und unspektakulär. Vermutlich auch deswegen, weil die zuletzt besuchten asiatischen Städte genau das Gegenteil davon waren.

Neben Langeweile macht sich aber auch ein Gefühl der Erleichterung breit: die Leute heben beim Laufen ihre Füße, was zur Folge hat, dass man sie nicht schon aus 50 Metern Entfernung unmotiviert daherschlorpen hört. Man wird nicht ständig von Leuten angelabert, die einem etwas auf’s Auge drücken wollen. Im Alltag verläuft der Umgang mit Ausländern auf Augenhöhe und man muss sich nicht ständig überlegen, ob man gerade über’s Ohr gehauen wurde (und wenn doch, dann merkt man es wenigsten nicht so schnell …). Soweit fühlt sich fast alles wie im alten Europa an und auch die Tatsache, endlich wieder einen festen Wohnsitz zu haben, verstärkt das Gefühl (zumindest temporär), wo angekommen zu sein.

Im Alltag gibt es dann doch die ein oder anderen Unterschiede, die man eben erst dann feststellt, wenn man längere Zeit an einem fremden Ort gelebt hat.

Der Neuseeländer an sich ist ein eher relaxter Zeitgenosse. Wer wie ich schon einmal in Australien gewohnt hat und die “laid-back”-Mentalität von dort kennt, wird überrascht sein, dass er diese hier bis zur Perfektion getrieben vorfindet. Das muss wahrscheinlich auch so sein, wenn man fern ab von jeglicher weltpolitischer Brisanz und Relevanz lebt. Davon kann man sich ein Bild machen, wenn man sich die Nachrichten im staatlichen Fernsehen ansieht: aus Mangel an echten Ereignisse, wird die Vorstellung des neuen Rugby-WM-Songs zum Ereignis des Tages hochstilisiert, nur noch gefolgt von der erfolgreichen Rettung eines Kätzchens aus der Krone eines (hoffentlich einheimischen) Baumes in Takapuna.

Mit ähnlicher stoischer Ruhe begegnen die Neuseeländer auch dem Winter. Während wir Ausländer in der Stadt einfach an Jacke, Schal und langen Hosen leicht zu identifizieren sind, läuft der Kiwi-Normal-Bürger immer noch mit Flip-Flops oder sogar barfuß, mindestens aber in kurzen Hosen und T-Shirt doch die zugigen Straßen Aucklands. Die Tatsache, dass bei den meisten Kiwis die Frage nach einer Zentralheizung ein ähnliches Fragezeichen auf die Stirn hervorruft, wie der Name “Whakapapa” (gesprochen Fakapapa) bei den meisten Ausländern, vervollständigt das Bild diesbezüglich.

Apropos Namen: an die Bezeichnungen für Regionen, Städte, Dörfer oder Straßen gewöhnt man sich überraschenderweise schnell, auch wenn diese manchmal eher nach einer Aufforderung an ein Kleinkind zur Durchführung des Stoffwechsels erinnern (“Tutukaka”) als an eine wunderschön gelegene Küstenstadt. Sie zeugen davon, dass die Neuseeländer das Zusammenleben mit den Maori zumindest verhältnismäßig gut arrangiert haben und sich die Ureinwohner nicht wie in Australien oder Amerika eher am Rande der Gesellschaft befinden. Das fällt besonders auch im Alltag auf: während man in australischen Städten die Aborigines meistens vom Alkohol betäubt an Straßenecken rumhängen sieht, trifft man hier ob in der Bank, auf der Post oder im CBD gerade auch im Geschäftsleben ständig auf Maori. Und auch die Tatsache, dass Maori neben Englisch als offizielle Landessprache geführt wird, zeigt, wie weit die Neuseeländer in diesem Punkt den Australiern voraus sind.

Was man allerdings nicht in jedem Punkt von Neuseeland behaupten kann … (Fortsetzung folgt)

Bilder von Neuseeland gibt’s hier:

http://www.suitcasestories.de/bilder/34_auckland

http://www.suitcasestories.de/bilder/35_new_zealand_tour_01

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Klo-Geschichten.

Mittwoch, 19. Mai 2010 13:30

Gefunden auf einer Bar-Toilette in Auckland (NZ)

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Kaffee macht schön.

Montag, 12. April 2010 5:44

Gefunden in Auckland (NZ)

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Parkplatz.

Mittwoch, 7. April 2010 18:49

Kennt Ihr das, wenn ihr euer Auto am Abend zuvor parkt und am nächsten Tag nicht mehr wisst wo ihr es hingestellt habt?

Gefunden kurz vor Tirau (NZ)

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Home Sweet Home.

Donnerstag, 1. April 2010 8:52

Heute aus unserer Reihe “So leben die Reichen und Schönen”: Auckland

Ein paar Impressionen aus meinem neuen Zuhause.

http://www.suitcasestories.de/bilder/32_home_sweet_home

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Doppel D.

Montag, 29. März 2010 15:15

Gefunden in Tirau (NZ)

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Recycling auf Neuseeländisch …

Freitag, 26. März 2010 8:27

Dafür haben die sich einfach ein paar Chinesen besorgt.

Gefunden auf dem Chinese Lantern Festival in Auckland (NZ)

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Doch nicht nur ein Vorurteil?

Mittwoch, 24. März 2010 4:53

Gefunden auf Wahiki Island (NZ)

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Ein Tag zum Davonlaufen.

Sonntag, 21. März 2010 16:14

Kennt ihr diese Tage, an denen man am besten im Bett liegen bleibt? Wo einem das Pech nur so am Schuh klebt? Dumm nur, wenn man ausgerechnet an so einem Tag möglichst unbeschadet von A nach B kommen soll.
Angefangen hat alles bei der Ankunft meines Fluges von Kuala Lumpur in Bali. Ich hatte ja ganze 4 Stunden Aufenthalt in Bali eingeplant, was aber nichts daran ändern sollte, dass man die komplette Einreise-Prozedur inklusive Bezahlung der Einreisegebühr von 25 US$ über sich ergehen lassen muss. Wenn man, wie ich, aber nur 23 US$ und keinen Heller in Rupie bei sich hat, kann diese Standard-Prozedur zum Abenteuer werden. Dass ich zu wenig Geld dabei habe,  merke ich natürlich erst, nachdem ich eine halbe Stunde lang in einer Schlange stand und mir dabei von einem missratenen, antiautoritär erzogenen holländischen Schrazen ans Bein pissen habe lassen dürfen.

Ein Bankautomat, der mein Problem mit einem Schlag lösen könnte, erspähe ich aber erst kurz hinter der Grenze, weswegen ich mein Pass abgeben muss, um jene zu überqueren. Auf dem Rückweg bietet mir der freundliche Grenzbeamte netterweise an, mir das Visum zu besorgen, was aber eine “Bearbeitungsgebühr” von 100.000 Rupien nach sich ziehen würde. Da ich nicht in den Fokus von Transperancy International geraten möchte, reihe ich mich dann doch wieder in die – in der Zwischenzeit noch länger gewordene – Schlange ein, um diesmal das Opfer eines englischen Fratz zu werden. Sollte mich jemals jemand sagen hören, dass ich irgendwann einmal Kinder mein Eigen nennen möchte, der darf mich in ein schalldichte Gummizelle stecken und den Schlüssel dafür runter schlucken.

2 Stunden später wünsche ich mir bereits vor lauter Langweile das Gezeter der Halbwüchsigen zurück. Das würde wenigstens die elendige Warterei verkürzen. 45 Minuten vor Abflug nach Brisbane wundere ich mich, warum immer noch nicht angezeigt wird, dass der Check-In für meinen Flug geöffnet ist. Diese Verwunderung schlägt in zurückhaltende Panik um, als ich den Last-Call für meinen Flug aus den Lautsprecher dröhnen höre. Das freundliche Bodenpersonal hingegen bleibt ganz ruhig und als ich die Frage nach meinem Visum für Australien verneinen muss, wird aus unterdrückter Panik plötzlich offene Panik. Ich bin zwar “nur” 10 Stunden in Brisbane, aber für Aufenthalte länger als 8 Stunden benötigt man dennoch ein Visum. Glücklicherweise organisiert mir die Crew von Virgin Blue das Visum im Schnellverfahren – so viel Service hätte ich von einer Billigairline nicht erwartet. Die zusätzlich fällige Servicegebühr von 19 US$ beim Abflug aus Bali begleiche ich so nebenbei auf dem Spurt durch die Abflughallen (denn diesmal reicht das Geld) und somit kann ich nach der (gefühlten) längsten Schlange der Welt vor dem Ausreiseschalter völlig verschwitzt als letzter in mein Flugzeug steigen.

Die Begrüßung mit “Cheers Mate” durch das Bordpersonal fühlt sich nach 7 Monaten in Asien schon fast heimelig an. Nach insgesamt knapp 30 Stunden auf den Füßen, nur durch kleinere Schlafphasen im Flugzeug unterbrochen, komme ich völlig durch den Wind in Brisbane an, wo 10 sonnige Stunden auf einen nicht so sonnig-aufgelegten Tobi warten.

Der Versuch in den sanitären Anlagen des Flughafens Erfrischung zu finden endet desaströs. Halbwegs erfrischt bewältige ich die letzten Meter durch den Zoll ungewohnt leichtfüßig. Diese Leichtfüßigkeit lässt sich allerdings nicht auf meine Fähigkeiten im Toilettenbereich erklären, sondern lässt sich wenig später durch die Entdeckung erklären, dass ich 2,5 Kilo meines Gepäcks in den Toiletten HINTER der Zollschranke liegen habe lassen. Dummerweise handelt es sich bei diesen 2,5 Kilogramm ausgerechnet um mein Laptop. Einige Schalter, Menschenschlangen, diverse Hierarchiestufen des Bodenpersonals und Schweißperlen (oder schwitze ich etwa schon Blut?) später, kommt ein mir inzwischen sehr vertrauter Mitarbeiter des Help-Servicepoints mit einem orangen Beutel entgegengerannt. So muss es sich also anfühlen, wenn Dir der Arzt im Kreissaal auf die Frage: “Was ist es? Was ist es?” zuruft: “Es ist ein Baby!” Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Mann je so glücklich machen kann …

Die Details beim Verlust meines Zugtickets in die Stadt (und das spätere Wiederauffinden irgendwo auf den endlosen Weiten des Flughafens), die obligatorische Soßensauerei bei der Öffnungsschlacht einer BBQ-Soße und der Angriff der Killerameisen im Brisbaner Botanischen Garten (ich dachte Botanik bedeutet Pflanzenkunde?) erspare ich euch.

Ein Wunder, dass sich bei soviel Missgeschick dennoch ein Gefühl von australischer Nostalgie den Weg in mein Bewusstsein bahnen konnte.

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