Beitrags-Archiv für die Kategory 'Korea'

Archäologischer Sensationsfund.

Sonntag, 11. Oktober 2009 18:58

Tokyo (Japan): Tobias Bertenbreiter ist ein sensationeller archäologischer Fund gelungen. Die lange verschollen geglaubten Aufzeichnungen eines mysteriösen Abends im frühchristlichen Seoul (Korea) tauchten bei intensiven Grabungen im japanischen Tokyo – eingebunden in ein schwarzes Moleskine – auf.

Die Aufzeichnungen beweisen, dass lange vor der indo-baiuwarischen Völkerwanderung auf die koreanische Peninsula vereinzelte Kontakte zwischen Volksgruppen der Stämme Italo-Rheinländer, Baiuwaren und Osakianer bestanden haben müssen, die mindestens bis ins Jahr 2001 zurückreichen.

Laut Experten, zeigen die hier zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum gezeigten Papiere aller Vorraussicht nach das Protokoll eines Zusammentreffens dieser drei Volksstämme. Grund der konspirativen Sitzung: Sondierung von Gemeinsamkeiten, geopolitischer Austausch und frühsportlicher Diskurs.

protokoll_01

Abbildung 1 (Seite 1 & 2)

Abbildung 1 (Seite 1) beinhaltet Aufzeichnungen von einer Frühform der heute unter dem Namen Fußball bekannten Sportart. Offenbar wurde hier auch Chronik über erste Meisterschaften dieser Sportart geführt, die allem Anschein eine deutliche Hegemonialstellung eines der beteiligten Sport-Konglomerate zeigt.

Abbildung 1 (Seite 2) zeigt die ersten uns bekannten geografischen Darstellungen der Gebiete um das heutige Japan, Italien und Deutschland.

protokoll_02

Abbildung 2

Abbildung 2 zeigt weitere frühzeitliche geografische Darstellungen der Gebiete rund um die heutigen Länder China, Japan und das Gebiet um Spaichingen (Baden-Württemberg). Die hier gefunden Karten zeichnen sich durch eine bis dahin nie gesehene Präzision und Detailverliebtheit aus, die die Experten aus aller Welt begeistern. Besonders die Angaben zu Wetter und Sprache (“Itchigo Itchie”) geben den Experten völlig neue Einsichten in das Leben dieser Zeit.

Die Qualität der gefunden Stücke, die in ihrer Ausführung für die Zeit revolutionär erscheinen, legt bei Experten den Schluss nahe, dass die Dokumente in einer Art Trance angefertigt worden sein müssen. Aus anderen Überlieferungen wissen wir, dass in der damaligen Zeit zum Erreichen solcher Zustände häufig 소주 (Soju) und 맥주 (eine dem heutigen Bier ähnliche Rezeptur) eingesetzt wurden.

Thema: Japan, Korea, Shorts | Kommentare (2) | Autor: Tobi

Die Achse des Bösen.

Samstag, 3. Oktober 2009 17:10

Nachdem ich mich ja im letzten Artikel vor allem ums Übersinnliche gekümmert habe, geht’s heute wieder mehr ums Weltliche. Korea hat noch einiges zu bieten. Welches Land kann schon von sich behaupten eine Achse des Bösen sein eigen nennen zu können. Ich wähle diese Formulierung ganz bewusst. Wenn man sich das Ganze von der südkoreanischen Seite her anschaut, dann bekommt man nämlich schnell den Eindruck, dass da Hollywood seine Finger im Spiel hatte.

Folgerichtig kommt der Besuch dieser “Attraktion” dann auch einer Fahrt ins Disneyland gleich. Nur dass auf die Besucher statt Achterbahn und Donald Duck, eben Fake-Dörfer und Kim Jong Ill auf nordkoreanischer Seite sowie Freedom-Dörfer und Reunification-Bahnhof auf südkoreanischer Seite warten. Höhepunkt der Tour ist dann die (für die Südkoreaner) bedauerliche Niederlage im Wettstreit um den höchsten Fahnenmasten. Ja so eine unvoreingenommene Sightseeing-Tour ins DMZ (Demilitarized Zone) wird da schnell zum Propaganda-Crashkurs. Als Werbeprofi sollte man ja immer etwas Propaganda-Werkzeug im Gepäck haben. Vielleicht kann ich die Tour ja als Fortbildungskurs von der Steuer absetzen.

Zum Thema Propaganda passt dann auch das Folgende:

swastika

Mich haut’s jedes Mal beinahe aus den Latschen wenn ich an einem buddhistischen (also vegetarischen) Restaurant oder Tempel vorbei laufe – zumindest solange, bis der Impuls die Hirnrinde erreicht hat. Ich weiß ja, dass die Swastika im Buddhismus eine lange Tradition hat und diese von den Nationalsozialisten missbraucht wurde. Aber trotzdem könnten die Koreaner schon ein bisschen Rücksicht auf uns Deutsche nehmen, oder? Und dann haben sie sie auh noch falsch herum aufgehängt …

Vermutlich waren die beim Aufhängen mal wieder voll Ginseng. Die Koreaner machen ja quasi alles aus Ginseng. Das Ginseng Medizin gegen alle möglichen und unmöglichen Krankheiten ist, wissen wir ja bereits. Aber dass man daraus auch Kaffee, Schnaps, Seife und sogar Putzmittel machen kann, war mir neu. Da kann es dann schon mal passieren, dass man aus Versehen zur Putzmittel- statt zur Schnapsflasche greift. Das könnte dann auch oben beschriebene Phänomene erklären.

Vielleicht ist aber der hohe Ginseng-Verbrauch auch Grund für das gute Aussehen und die gute Form, die sich die Koreanerinnen und Koreaner so im Schnitt zugelegt haben (ein schönes Wortspiel, das man versteht, wenn man Rhythm & Seoul gelesen hat). Ich versteh nur nicht, dass gerade die älteren Damen, dann ihr Gesicht häufig durch Mega-Sonnencaps schützen oder je nach dem ganz verhüllen. Das hier ist leider ein schlechtes Beispiel, illustriert aber dennoch das Angesprochene:

darthvader

Das ist dann sozusagen die koreanische Burka. Oder so eine Art Schweißermaske. Oder die Damen sind einfach nur Darth Vader-Fans. Wo wir wieder bei der Achse des Bösen wären …

Bilder von meiner Tour an die nordkoreanische Grenze gibt’s hier:

http://www.suitcasestories.de/bilder/13_dmz

Gyeongju: http://www.suitcasestories.de/bilder/14_gyeongju

Busan: http://www.suitcasestories.de/bilder/15_busan

Thema: Korea, Reise | Kommentare (0) | Autor: Tobi

Werbepause

Mittwoch, 30. September 2009 10:33

drfish

Thema: Korea, Shorts, Videos | Kommentare (3) | Autor: Tobi

Original oder Fälschung?

Dienstag, 29. September 2009 19:57

Das die Chinesen kopieren wie die Wilden ist ja nichst Neues. Nun also auch die Koreaner. Aber immerhin beweisen sie mehr Kreativität.

Hier das Original:
puma_original

Hier die Fälschung(en):
dama

pama

Errät jemand, für was für eine Art Laden das zweite Logo stehen könnte?

Thema: Design, Korea, Shorts | Kommentare (1) | Autor: Tobi

Rhythm & Seoul

Montag, 28. September 2009 13:57

seoul

Egal wo man auf der Welt ist – schlägt man die Zeitung auf herrscht immer noch ein Thema vor: die Wirtschaftskrise. Die Arbeitgeber wollen keine Arbeit vergeben, die Geldgeber wollen kein Geld geben und der gute Konsument will keine Güter konsumieren. Wer seinen Blick ausnahmsweise mal auf steigende Werte richten möchte, der sollte Korea (und im Speziellen Seoul) ins Visier nehmen.

Zwei, auf den ersten Blick völlig gegensätzliche, Bereiche stechen dabei besonders hervor. Unglaubliche  Wachstumsraten kann man zum einen bei den christlichen Kirchen beobachten. Ständig wird man von den Zeugen Jehowas angelabert, die mit einem ewigen Grinsen ihren Wachturm an den Mann bringen wollen. Und an jeder Ecke spriesen hier die Start-Up-Kirchen hevor wie im Frühling die Gefühle. Konsequenterweise ist der Glaube hier dann auch mehr Konsumgut – also so eine Art Hobby und Zeitvertreib. In solchen Church-Shows lässt ein Priester dann auch gerne mal Gold regnen. Wasser in Wein verwandeln kann ja heutzutage jeder.

In diesem Kontext ist es dann auch kein Gegensatz mehr, wenn man den offensichtlichen Hang zur Äußerlichkeit beobachtet. Korea ist das trendigste, modebewusstteste und stylischste asiatische Land, dass ich bisher besucht habe. Damit nicht genug: neben der Modebranche blickt auch die Gilde der Schönheitschirurgen in eine rosige Zukunft. Eine neue Nase wird hier mal eben zwischen Metzger und Friseur reingezwängt. “Ein halbes Pfund Leberwurst und für die kleine Lachfalte da hinten eine kleine Portion Botox, bitte.”

Vielleicht gehören diese beiden Trends ja auch einfach zusammen. Vielleicht möchten die Koreaner dem lieben Gott lieber gutaussehend gegenüber treten. Das erhöht vermutlich die Chancen im Himmel ein Plätzchen am Schaufenster zu bekommen. Ich bin mir sicher es gibt auch schon Kirchen mit angeschlossenem Nagelstudio (Nägel haben ja in der christlichen Lehre ein lange Tradition) – ich hab aber leider noch keines entdeckt.

Das Ganze kann natürlich auch eine Protestbewegung sein. Die koreanische Gesellschaft ist ja stark konfuzianisch geprägt, d.h. stark hierarchisch aufgebaut. Sich optisch oder religiös aus der Masse zu erheben scheint dabei der Antrieb zu sein. Mein Vorschlag wäre, sich kulinarisch abzuheben. Versteht mich bitte nicht falsch, das Essen in Korea ist ausgesprochen lecker und abwechslungsreich – wäre da nicht, das in allen Variationen und zu Allem servierte Kimchi*.

Vielleicht ist Kimchi aber auch einach Teil der christlichen Missionierung Koreas und seiner Besucher, damit die steten Wachstumsraten auch erhalten bleiben. Und: es wirkt. Bei jedem Restaurantgang spreche ich nun auch wieder ein kleines Tischgebet: “Oh Herr, ich danke Dir für Deine Gaben, doch Kimchi mag ich nicht ertragen. Amen.”

Bilder von Korea gibt’s hier:

http://www.suitcasestories.de/bilder/12_seoul

*Kimchi ist fermentiertes Gemüse (meist Sauerkraut), das ursprünglich als Nährstoffspeicher für den Winter hergestellt wurde. Heute erfreut sich Kimchi unabhängig von jeder Jahreszeit oder gesellschaftlichem Status ungebrochener Beliebtheit.

Thema: Korea, Reise | Kommentare (0) | Autor: Tobi