Beitrags-Archiv für die Kategory 'China'

Eine kulinarische Hommage.

Donnerstag, 31. Dezember 2009 0:50

Ich hänge zeitlich etwas nach. Ich bin Euch zum Beispiel noch meinen Bericht über Peking schuldig.

6 Wochen Aufenthalt in Peking, gefüllt mit vielen kleinen und großen Erlebnissen, lassen sich nicht so einfach in einen Bericht fassen. Deswegen wage ich ein leicht abstraktes Experiment. Ich koche aus all diesen Erlebnissen und Erfahrungen die Essenz dessen heraus, was Peking ausmacht. Versehen mit den Zutaten, die die chinesische Küche zu bieten hat und gebacken in einer beinahe vergessen literarischen Form: dem Gedicht.

Lasst es Euch schmecken!

Bilder gibts natürlich auch:
http://www.suitcasestories.de/bilder/21_peking_II

Thema: China, Reise, Videos | Kommentare (8) | Autor: Tobi

Telegramm.

Montag, 21. Dezember 2009 14:27

+++ keine zeit zum schreiben +++ hänge etwas nach +++ deswegen bericht über pin yao und xi’an im telegrammstil +++ wintereinbruch im land +++ komme mir vor wie im russlandfeldzug kurz vor stalingrad +++ hostel aber mit heizdecke (ob die das im russlandfeldzug auch hatten?) +++ bekomme es mit der angst zu tun, weil ich immerzu schwarz schneuzen muss +++ krebs? tbc? eine neue bisher unentdeckte krankheit? +++ bestimmt letzteres +++ oder liegt’s doch nur am ruß vom vielen heizen? +++ passt zum zustand meiner nase: pin yao (weltkulturerbe) steht vor dreck +++ schön, aber leben möcht ich hier nicht +++ kinder schreien mir aus allen ecken ein “hello” entgegen +++ bin, glaube ich, der einzige tourist in der jahreszeit +++ jugendherbergsvater ist bayern-fan +++ hätte schlimmer kommen können +++ ziehe weiter nach xi’an +++ muslimisches viertel ist sehr schön +++ treffe noodle-king +++ kaffeefahrt zur terracotta armee +++ beschließe nie wieder geführte touren zu machen +++ schaue mir traditionelle chinesische folklore im glockenturm an +++ finde parallelen zur performance von doctor blues +++ fliege zurück nach peking +++ bericht über peking folgt über weihnachten +++ over and out

Bilder zu meinem winterlichen Ausflug gibt’s hier:

http://www.suitcasestories.de/bilder/22_pin_yao

http://www.suitcasestories.de/bilder/23_xi_an


Thema: China, Reise | Kommentare (0) | Autor: Tobi

Meine kulinarischen Top Five in China.

Sonntag, 13. Dezember 2009 0:16

Auf der 5: Pī Dān Dòu Fǔ

100jähriges Ei mit Tofu. Schemckt sehr erfrischend und leicht. Außerdem mags meine Schwester nicht.

Pi Dan

Auf der 4: Gōng Bāo jī Ding

Heißt soviel wie “Mit gewürfeltem Hühnchen gefüllte Schatzkammer”. Die Metaphorik kann man rausschmecken. Ehrlich.

Auf der 3: Bāo Zi (mit Fleisch gefüllte Dampfnudeln)

In Peking gab man mir den Beinamen Bāo Zi-Gott. Und das nicht zu unrecht, wie ich mit Stolz sagen kann. 24 Bāo Zi in 5 Minuten muss man erstmal runterkriegen. Da muss man nur aufpassen, dass man selber nicht wie eine Dampfnudel aufgeht.

Auf der 2: Kǎo Yā

Das ist die Peking-Ente. Vorzugsweise auch jabadabaduuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu genannt.

Und auf der 1: Jāo Zi

Sind genau so wie Tortellini. Nur anders.

Dumplings

Thema: China, Kulinarisches, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi

Noodle-King.

Montag, 7. Dezember 2009 1:06

Aufgenommen in Xi’an.

Thema: China, Reise, Shorts, Videos | Kommentare (2) | Autor: Tobi

Eisbein.

Freitag, 4. Dezember 2009 15:55

Fleischstiefel – der neueste Schrei aus China.

Fleischstiefel

Gefunden in Xi’an im muslimischen Viertel.

Thema: China, Kulinarisches, Reise, Shorts | Kommentare (1) | Autor: Tobi

Chinesische Köstlichkeiten – Teil 5.

Donnerstag, 3. Dezember 2009 23:54

Grashüpfer Flip.
Grashüpfer

Thema: China, Kulinarisches | Kommentare (0) | Autor: Tobi

Watch your step!

Freitag, 27. November 2009 11:50

Watch your Step

Thema: China, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi

Und der Shanghai, der hat Zähne …

Montag, 23. November 2009 10:43

Skyline Shanghai

Diese Überschrift darf man getrost wörtlich nehmen. Grausam, hart und gemein erscheint einem China, nachdem man 7 Wochen im stylischen Korea und im feinen und wohlerzogenen Japan verbracht hat.

Statt einem “Welcome back!” gibt es zur Begrüßung erstmal einen “Grünen” vor die Füße gerotzt. Statt “May I help you?” wird der orientierungslose Tourist mit einem Ellenbogen-Hieb aus dem Weg geschafft. Und anstatt Begrüßungsgeld, wird man erstmal so richtig abgezockt.

Aber so ist das hier in China und es ist komischerweise gar nicht so schlimm. All der Dreck, die schlechten Manieren, das Gewusel und Geschupse machen irgendwie den ganz speziellen Reiz dieses eigenartigen Landes aus. Mitten in dieser Mischung aus aufkeimendem Kapitalismus und allgegenwärtigem Kommunismus, gewissenlosem Individualismus und zur Selbstaufgabe neigendem Gemeinschaftssinn entstehen höchst spannende, dynamische und abenteuerliche Geschichten. So wie meine Geschichte. Ich nenne sie:

“Shanghai Tea Party”

(ein Stück von Tobias Bertenbreiter, in drei Akten)

In den Haupt-Rollen:

Bù Cuò: die Redselige (vermeintliche Studentin aus Peking)

Hǎo Hē: die Schüchtern-Attraktive (vermeintliche Restaurantbesitzerin aus Xi’an)

Píng Jìng: die Stille

Tò Bì: das Opfer

Nebenrollen:

Bù Jiànle (vermeintlicher Ehemann von Bù Cuò), ein Tee-Priester, Statisten

1. Akt:

Ein Straßenzug in Shanghai, Tò Bì fotografiert mit seiner imposanten Canon EOS 500 D und wird dabei von 4 Passanten (Bù Cuò, Hǎo Hē, Píng Jìng und Bù Jiànle) angesprochen.

Bù Cuò: “Hallo, wären Sie so freundlich und würden ein Foto von uns machen?”

Hǎo Hē: “Ja, das wäre sehr nett.” (Klimpert mit ihren Augen)

Tò Bì: “Klar, kein Problem.” (fotografiert die Gruppe vor einem auffällig unscheinbaren Gebäude)

Bù Cuò: “Wo kommst Du her?”

Tò Bì: “Aus Deutschland. Oder genauer gesagt: aus Bayern.”

Alle 3 weiblichen Passanten singend und Augen-klimpernd: “Ohhhhhhhhh.”
Der Mann (Bù Jiànle):
“Ah.”

Bù Cuò: “Wir machen hier auch Urlaub. Es ist unglaublich spannend so viele Menschen aus verschiedenen Ländern zu treffen … und jetzt sogar jemanden aus Bayern! Möchtest Du nicht mit uns ein wenig herumgehen, damit wir uns (kulturell) austauschen können. Wir möchten gerne mehr über Dich und Dein Land erfahren. Wir wollten gerade in diese Richtung gehen.” (zeigt nach Norden)

Hǎo Hē: “Ja, das wäre sehr nett.” (Klimpert mit ihren Augen)

Tò Bì: (misstrauisch) “Eigentlich möchte ich in diese Richtung gehen.” (zeigt nach Süden)

Bù Cuò: “Dann kommen wir doch einfach mit. Und danach gehen wir dann zu einer chinesischen Tee-Zeremonie. Das ist bestimmt total interessant. Wir sind ja so an Tee interessiert!”

Hǎo Hē: “Ja, das wäre sehr nett.” (Klimpert mit ihren Augen)
(an dieser Stelle fragt sich der Autor, warum er der Dame den Namen Hǎo Hē (lecker) gegeben hat und nicht Wúzhī De (dumm))

Píng Jìng: (nickt)

Tò Bì: (sich ergebend) “Okay.”

Nach 5 Minuten gemeinsamen Gehens und einem angeregten Gespräch über Bayern, verschwindet der Mann (Bù Jiànle) unter Vorgabe von noch zu erledigenden … ähm … Erledigungen.

2. Akt:

Einige Straßenzüge weiter nördlich. Tò Bì doziert gerade über Oktoberfest, Dirndl und Schnupftabak. Berauscht von seinen eigenen Worten hat er seine Umgebung total vergessen.

Tò Bì: “… und deswegen sind Lederhosen cool.”
(schaut auf) Wieso sind wir jetzt plötzlich doch im Norden?”

Bù Cuò: “Wir wollten doch gemeinsam in diese Tee-Zermonie gehen. Erinnerst Du Dich nicht?”

Hǎo Hē: “Ja, das wäre sehr nett.” (Klimpert mit ihren Augen)
(an dieser Stelle ist der Autor des Stückes versucht, die Dame aus dem Stück zu schreiben).

Píng Jìng: (nickt)

Tò Bì: (sich ergebend und von der Einsilbigkeit Hǎo Hēs angesteckt) “Okay.”

Die Gruppe um Tò Bì betritt ausgesprochen zielstrebig die heiligen Hallen des Tee-Hohe-Priesters. Interessanterweise ist bereits alles für die “Opfergabe” bereitet. Der Tee-Priester erklärt den Ablauf der Prozedur und Bù Cuò übersetzt für den dem Chinesisch (noch) nicht mächtigen Tò Bì . Diverse Teesorten werden in kleine Becher gegossen. Tò Bì nimmt einen der Teebecher wie er es von seinem Bierkrug zu Hause gewohnt ist in die Hand und möchte den Tee in einem Zug austrinken.

Bù Cuò: “Halt. Stop. Du musst den Becher mit den drei Fingern, Zeigefinger, Mittelfinger und Daumen halten. Sonst bringt das Unglück.”

Tò Bì: (sich seiner ausgangslosen Situation immer mehr bewusst werdend) “Für Euch bestimmt nicht …”

Hǎo Hē: (Kichert)

Bù Cuò: “Und nimm kleine Schlücke.”

Tò Bì: (versucht das beste daraus zu machen) “Wieso? Beleidige ich sonst Buddha?”

Bù Cuò: “Nein. Sonst verschluckst Du Dich.”

Tò Bì: (versucht das Beste daraus zu machen) “Mmmmh, was ist das denn für ein Tee? Hopfen-Tee?”

Hǎo Hē: “Nein. Das ist Oolong-Tee. Der macht gaaaanz sanfte Haut.” (Klimpert mit ihren Augen)
(Kommentar des Autors: “§$@&¢¿@” ).

Bù Cuò: “So. Welcher dieser acht Tee-Sorten hat Dir am besten geschmeckt?”

Tò Bì: (wagt einen letzten Versuch sich aus der Affäre zu stehlen) “Ich bin ja eher ein Kaffee-Freund …”

3. Akt:

Tò Bì findet sich mit deinen drei Begleiterinnen draußen an einer Straßenecke wieder. Die Ereignisse der letzten Minuten erscheinen ihm völlig unwirklich. Er ist verstört, nicht er selbst. Er möchte nur noch nach Hause – ins schöne Bayern …

Bù Cuò: “Hey. Das war wirklich total nett mit Dir. Ich wünsch Dir noch eine schöne Reise.”

Hǎo Hē: “Ja, das war voll nett.” (Klimpert mit ihren Augen)

Píng Jìng: (nickt)

Tò Bì: (unfähig zu sprechen) “blblblbl”

Die drei verabschieden sich und verschwinden so schnell wie sie gekommen sind.

Tò Bì: (versunken im Selbstgespräch) “Was war denn das jetzt für ein Film? Und was für komische chinesische Traditionen es gibt: der Ausländer darf alles bezahlen?”

Er kramt in seiner rechten Jackentasche und findet 3 Zettel mit Telefonnummern und ein Teepäckchen. Er blickt in seinen Geldbeutel. Dieser ist jetzt 600 kuài leichter. Kopfschüttelnd steigt Tò Bì in die U-Bahn ein.

Tò Bì: “Ich fahr jetzt nach Qing Dao. Da wird man wenigstens mit Bier beschissen.”

Bilder aus Shanghai und Qing Dao gibt’s hier:

http://www.suitcasestories.de/bilder/18_shanghai

http://www.suitcasestories.de/bilder/19_qing_dao

Thema: China, Reise | Kommentare (0) | Autor: Tobi

Nur für harte Männer.

Sonntag, 22. November 2009 15:20

Weichei Power

Gefunden im Nachtzug von Shanghai nach Qing Dao.

Thema: China, Design, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi

Kein Scheiß!

Freitag, 20. November 2009 19:18

Sanitäre Anlagen in China – immer für eine Überraschung gut. Ich möchte v.a. auf das Sieb im Abfluss hinweisen. Bei sich ankündigendem Durchfall unbedingt proaktiv bei der Bedienung nach einem Stöpsel fragen …

no_shit01

Kein Scheiß

Gefunden im Peking-Enten-Restaurant Li Qun.

Thema: China, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi