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Sonntag, 12. September 2010 13:48
Thema: Australien, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Sonntag, 12. September 2010 13:48
Thema: Australien, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Mittwoch, 11. August 2010 9:32
Wir hatten sogar das seltene Glück einen (lebenden) Cassowary vor die Linse zu bekommen:
Thema: Australien, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Sonntag, 8. August 2010 15:53
Vor ein paar Wochen war ich in Australien, um mir meine alte Wirkungsstätte mal wieder aus der Nähe anzusehen. Vor allem die Gegenden um Darlinghurst, Bondi und der CBD, in denen ich vor 6 Jahren die meiste Zeit mein Unwesen getrieben habe, wecken an jeder Ecke alte Erinnerungen und erzählen Geschichten, die man schon längts vergessen geglaubt zu haben. Nicht alle dieser Geschichten müssen hier jetzt zwingend wiedergegeben werden. Ich meine, ich war jung und brauchte das Geld …
Es ist interessant zu sehen, wie schnell man sich an so einem Ort wieder zurechtfindet und wie sehr einen die Erinnerungen überwältigen. Gerade weil die Zeit in Sydney damals eine der prägendsten, spannendsten und aufregendsten bisher in meinem Leben waren. Naja, zumindest bis zu dem Zeitpunkt, an dem ich zu dieser Reise aufgebrochen bin.
Höhepunkt meiner Reise in die Vergangenheit war es neben meinem Aufenthalt bei Natalie auch meine noch über die Dauer der Zeit verbliebenen Freunde und teilweise ehemaligen Arbeitskollegen Vorort auf ein Tooheys zu treffen. Trotzdem, dass wir uns zum letzten Mal vor 6 Jahren gesehen haben und mal abgesehen von den ersten grauen Härchen und ein paar hinzugekommen Fältchen, war es beinahe so, als ob gerade mal 2 Monate vergangen wären. Und dennoch offenbart gerade die Retrospektive eine neue Sicht auf meine Zeit damals in Sydney. Ich habe beispielsweise die Art und Weise, wie ich mich damals selbst wahrgenommen habe und wie ich von meinem australischen Umfeld wahrgenommen wurde mit dem Abstand und den Gesprächen, die wir geführt haben, einer Neubewertung unterzogen.
Einer Neubewertung wurde in der Zwischenzeit wohl auch der Australische Dollar unterzogen. Australien (und im Speziellen Sydney) ist verdammt teuer geworden.
Andere Dinge wiederum kommen einem altbekannt vor: das durch nichts zu erschütternde Selbstverständnis der Australier beispielsweise. Natürlich auch die Gastfreundlichkeit und die Freundlichkeit, die einem als Ausländer entgegengebracht wird. Und natürlich das was ich “Akzent-Barriere” nenne. Das australische Idiom birgt immer noch die ein oder andere Herausforderung. Da Sprache, als wichtiger Bestandteil einer Kultur, immer auch Schlüsse auf die Geschichte eines Landes zulässt, kommt man nicht umhin, beim Zungenschlag des Australiers, auch ein gewisses kriminelles, linguistisches Element entdecken zu glauben. Fair dinkum, mate!
Ein Déjà-vu der anderen Art hatte ich dann, als ich mich auf die Reise nach Cairns und Port Dougles gemacht habe. Für alle Taucher ist das Great Barrier Reef ein Paradies. Allerdings ist die Ost-Küste Australiens auch das Mekka einer ganz speziellen Backpacker-Szene. Jedes noch so kleine Kaff hat mindestens drei Backpackers. In jedem zweiten können Zoologen jedes Jahr mindestens eine neue Wanzen- oder Läuseart entdecken. Für all diejenigen, deren Forscherdrang nicht ganz so ausgeprägt ist und die ihr Bett ungern mit tierischen Begleitern teilen, ist es eine Herausforderung, eine saubere Bleibe zu finden. Und eine ruhige. Idealerweise findet man beides. Das ist dann aber schon ziemlich “advanced”. Denn die Gefahren, die einen aus der Tierwelt erwarten, werden an der australischen Ostküste durch eine besondere Spezies an Rucksackreisenden ergänzt: den “Drei-F-Backpacker” (feiern, ficken, furzen). Anzutreffen ist diese Untergattung nachts vorzugsweise volltrunken in Clubs, tagsüber findet man sie (immer noch volltrunken) am Strand wieder. Zu erkennen ist der/die im Schnitt 20-jährige an einem ausgesprochen braunen Teint (im Falle britischer Herkunft auch gerne stark ins rote Farbspektrum tendierend) und an einem Horizont der vom Strandhandtuch bis zur Strandbar reicht.
Eine faszinierende Art zu reisen oder?
Bilder von meinem Australien-Aufenthalt gibt’s hier:
Thema: Australien, Reise | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Sonntag, 21. März 2010 16:14
Kennt ihr diese Tage, an denen man am besten im Bett liegen bleibt? Wo einem das Pech nur so am Schuh klebt? Dumm nur, wenn man ausgerechnet an so einem Tag möglichst unbeschadet von A nach B kommen soll.
Angefangen hat alles bei der Ankunft meines Fluges von Kuala Lumpur in Bali. Ich hatte ja ganze 4 Stunden Aufenthalt in Bali eingeplant, was aber nichts daran ändern sollte, dass man die komplette Einreise-Prozedur inklusive Bezahlung der Einreisegebühr von 25 US$ über sich ergehen lassen muss. Wenn man, wie ich, aber nur 23 US$ und keinen Heller in Rupie bei sich hat, kann diese Standard-Prozedur zum Abenteuer werden. Dass ich zu wenig Geld dabei habe, merke ich natürlich erst, nachdem ich eine halbe Stunde lang in einer Schlange stand und mir dabei von einem missratenen, antiautoritär erzogenen holländischen Schrazen ans Bein pissen habe lassen dürfen.
Ein Bankautomat, der mein Problem mit einem Schlag lösen könnte, erspähe ich aber erst kurz hinter der Grenze, weswegen ich mein Pass abgeben muss, um jene zu überqueren. Auf dem Rückweg bietet mir der freundliche Grenzbeamte netterweise an, mir das Visum zu besorgen, was aber eine “Bearbeitungsgebühr” von 100.000 Rupien nach sich ziehen würde. Da ich nicht in den Fokus von Transperancy International geraten möchte, reihe ich mich dann doch wieder in die – in der Zwischenzeit noch länger gewordene – Schlange ein, um diesmal das Opfer eines englischen Fratz zu werden. Sollte mich jemals jemand sagen hören, dass ich irgendwann einmal Kinder mein Eigen nennen möchte, der darf mich in ein schalldichte Gummizelle stecken und den Schlüssel dafür runter schlucken.
2 Stunden später wünsche ich mir bereits vor lauter Langweile das Gezeter der Halbwüchsigen zurück. Das würde wenigstens die elendige Warterei verkürzen. 45 Minuten vor Abflug nach Brisbane wundere ich mich, warum immer noch nicht angezeigt wird, dass der Check-In für meinen Flug geöffnet ist. Diese Verwunderung schlägt in zurückhaltende Panik um, als ich den Last-Call für meinen Flug aus den Lautsprecher dröhnen höre. Das freundliche Bodenpersonal hingegen bleibt ganz ruhig und als ich die Frage nach meinem Visum für Australien verneinen muss, wird aus unterdrückter Panik plötzlich offene Panik. Ich bin zwar “nur” 10 Stunden in Brisbane, aber für Aufenthalte länger als 8 Stunden benötigt man dennoch ein Visum. Glücklicherweise organisiert mir die Crew von Virgin Blue das Visum im Schnellverfahren – so viel Service hätte ich von einer Billigairline nicht erwartet. Die zusätzlich fällige Servicegebühr von 19 US$ beim Abflug aus Bali begleiche ich so nebenbei auf dem Spurt durch die Abflughallen (denn diesmal reicht das Geld) und somit kann ich nach der (gefühlten) längsten Schlange der Welt vor dem Ausreiseschalter völlig verschwitzt als letzter in mein Flugzeug steigen.
Die Begrüßung mit “Cheers Mate” durch das Bordpersonal fühlt sich nach 7 Monaten in Asien schon fast heimelig an. Nach insgesamt knapp 30 Stunden auf den Füßen, nur durch kleinere Schlafphasen im Flugzeug unterbrochen, komme ich völlig durch den Wind in Brisbane an, wo 10 sonnige Stunden auf einen nicht so sonnig-aufgelegten Tobi warten.
Der Versuch in den sanitären Anlagen des Flughafens Erfrischung zu finden endet desaströs. Halbwegs erfrischt bewältige ich die letzten Meter durch den Zoll ungewohnt leichtfüßig. Diese Leichtfüßigkeit lässt sich allerdings nicht auf meine Fähigkeiten im Toilettenbereich erklären, sondern lässt sich wenig später durch die Entdeckung erklären, dass ich 2,5 Kilo meines Gepäcks in den Toiletten HINTER der Zollschranke liegen habe lassen. Dummerweise handelt es sich bei diesen 2,5 Kilogramm ausgerechnet um mein Laptop. Einige Schalter, Menschenschlangen, diverse Hierarchiestufen des Bodenpersonals und Schweißperlen (oder schwitze ich etwa schon Blut?) später, kommt ein mir inzwischen sehr vertrauter Mitarbeiter des Help-Servicepoints mit einem orangen Beutel entgegengerannt. So muss es sich also anfühlen, wenn Dir der Arzt im Kreissaal auf die Frage: “Was ist es? Was ist es?” zuruft: “Es ist ein Baby!” Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Mann je so glücklich machen kann …
Die Details beim Verlust meines Zugtickets in die Stadt (und das spätere Wiederauffinden irgendwo auf den endlosen Weiten des Flughafens), die obligatorische Soßensauerei bei der Öffnungsschlacht einer BBQ-Soße und der Angriff der Killerameisen im Brisbaner Botanischen Garten (ich dachte Botanik bedeutet Pflanzenkunde?) erspare ich euch.
Ein Wunder, dass sich bei soviel Missgeschick dennoch ein Gefühl von australischer Nostalgie den Weg in mein Bewusstsein bahnen konnte.
Thema: Australien, Indonesien, Neuseeland, Reise | Kommentare (1) | Autor: Tobi