Dienstag, 14. Juni 2011 6:27
Also nee …. nee, nee, nee, nee! Echt nicht! Muss man das denn sein? Muss man denn wirklich nach Brasilien? Och nee, oder? Nur um ein bißchen Fußballzauber und Samba-Rhythmen zelebriert zu sehen? Oder villeicht wegen der paar paradiesischen Strände, worauf sich dann wohl noch nicht mal allzu hässliche Mädchen, gehüllt in einen Hauch von nichts, präsentieren? Ekelhaft oder?
Und dann noch dieser Moloch – Rio de Janeiro. Was hat die Stadt denn bitte schön schon zu bieten? Diesen Typ da auf’m Berg vielleicht, der mit seinen ausgestreckten Armen aussieht, wie ein überdimensionierter Wäscheständer? Oder etwa die diversen Salsa-Partys, auf denen man dann evtl. auch noch Spaß haben soll? Soweit kommt’s noch!
Und dann … dann gibt’s da noch diese Favela-Partys – da fährt man dann in’s Ghetto raus! In’s Ghetto!!! Das muss man sich mal vorstellen. Wer will denn bitte sowas sehen? Da fährt man zu einer Uhrzeit raus, wo anständige Menschen schon längst im Bett liegen und dann fällt einem bei der Lautstärke der Musik zunächst das Trommelfell und anschließend die Kinnlade raus! Menschen-Massen, die sich in grotesker Weise tanzend aneinanderreiben und so eine Art Befruchtungstanz betreiben! Ein Sündenpfuhl, sag ich euch. Nicht zum Mitansehen!
Und wenn ich schon mal dabei bin – diese Menschen in Brasilien: da lässt man sich schon mal herab und redet mit denen und was passiert – die sind auch noch nett! So nett sogar, dass sie bei jeder sich bietenden (oder nichtbietenden) Gelegenheit ihre überbordende Gastfreundlichkeit in die Tat umsetzen müssen. Das drückt sich dann so aus, dass jede greifbare Frau einfach abgeknutscht wird, ob sie will oder nicht! Das passiert hier natürlich nur ausd Gastfreundlichkeit. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Jaha, so sind die hier. Oder das hier: Läufste nichts ahnend in ‘nen Döner-Laden rein und wirst von der brasilianischen Ladenbesitzerin auf Schwäbisch begrüßt. Das ist doch unverschämt. Was denkt die sich denn? Da hätte ich ja gleich daheim bleiben können, oder? Am Ende telefoniert sie noch Gott und die Welt ab, um dir den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen! Wie bitte? Angenehm? In dem Land? Was soll das denn? Da ist doch Hopfen und Malz verloren!
Was bleibt einem bei solchen Verhältnissen anderes übrig, als sich das Land mit Caipirinha schön zu saufen. Echt wahr. Aber wenigstens haben sie den im Überfluss. Das Zeug verträgt nur kein Mensch. Da machst du die verrücktesten Sachen, das sag ich euch. Purzelbäume auf Rio’s nächtlichen Straßen zum Beispiel. Und die Straßen Rio’s sind ein hartes Pflaster – das kann ich euch sagen! Aber nicht einmal dagegen haben sie Vorkehrungen getroffen, in diesem verkorksten Land …
Das einzige was einem in diesem Land wirklich hält, ist der wunderschöne Klang des Portugiesischen. Selten hat man eine Sprache gehört, die einen mit ihren unvergleichlichen Nasal-Lauten und ihrer vollendeten Melodieführung so vollständig fesselt. Das lässt einen auf Anhieb all die Schattenseiten Brasiliens vergessen und man überlegt sich, doch noch ‘ne Woche dran zu hängen. Wahre Geschichte – ehrlich!
Wer sich jetzt auch noch antun will, die dazugehörigen Bilder anzugucken, der soll das am besten hier tun. Ich will aber keine Beschwerden hören – ich hab Euch ausführlich gewarnt:
http://www.suitcasestories.de/bilder/50_brasilien