Beitrags-Archiv für die Kategory 'Reise'

1 Jahr auf Wanderschaft.

Mittwoch, 7. Juli 2010 16:04

Heute ist es soweit! Heute vor einem Jahr habe ich meine “Wanderschuhe” geschnürt und bin auf große Reise gegangen. Seit ziemlich genau 5 Monaten bin ich nun in Neuseeland und schön langsam bekomme ich wieder unruhige Füße. Die (neuen) Schuhe stehen schon bereit und warten nur darauf eingelaufen zu werden.

Thema: Neuseeland, Reise, Shorts | Kommentare (1) | Autor: Tobi

Und wieder ein neuer Arbeitsplatz.

Samstag, 3. Juli 2010 9:16

Seit 5 Monaten bin ich nun hier in Neuseeland und der Winter hält immer weiter Einzug. Zeit sich einen wärmeren Arbeitsplatz zu suchen. Die Leute von Colenso BBDO waren so freundlich mir ein warmes Arbeitsplätzchen für meinen festgefrorenen Freelancer-Hintern anzubieten. Hier darf ich mich nun also hin und wieder mal aufwärmen und weil ich schon mal da bin, nebenbei ein paar schöne Projekte für die erledigen.

Ob dies die “beste Agentur Neuseelands” ist, sollen andere beurteilen, eines steht jedoch fest: die Aussicht von meinen neuen Arbeitsplatz aus ist sensationell und die Heizung funktioniert gut!

Bilder von Colenso BBDO (leider nur in schrottiger iPhone-Qualität)

Thema: Neuseeland, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi

Endlich zuhause … oder? (Teil 2)

Sonntag, 6. Juni 2010 11:30

Dass uns Internet-Junkies ausgerechnet in einem hochentwickelten Land wie Neuseeland der Zugang zur Droge Internet so erschwert wird, ist für mich unbegreiflich. Selbst in weniger entwickelten asiatischen Ländern wie Kambodscha, war es günstiger, einfacher und schneller seine tägliche Dosis zu beziehen. Aber da hier schließlich mehr Schafe als Menschen leben, ist das insofern wahrscheinlich nur eine logische Folgerung. Die Leute hier gehen lieber ne Runde Schafe zählen als in Facebook stöbern.

Wobei: seit einigen Jahren hält sich ja dieses Vorurteil, dass das Land voll von Schafen ist. Es sind aber inzwischen nicht mehr die Schafe, die den Hauptanteil der Bevölkerung stellen. Es sind Kühe! Da die Bauern hier immer häufiger auf die rentablere Milchproduktion umstellen, laufen die obligatorischen Schafwitze, die v.a. von Australiern erzählt werden, zunehmend ins Leere. Und wieder müssen wir uns von einem Märchen der Moderne verabschieden.

Mit der noch stark ausgeprägten Nähe zur Natur geht wohl auch einher, dass Städter auf der Insel eher unbeliebt sind. Das liegt vermutlich daran, dass es hier nur ein “richtige” Stadt git, die das Prädikat “Großstadt” verdient: nämlich Auckland. Und aus diesem Grund kann keiner im Land die Auckländer ausstehen. Man muss sich mal vorstellen: in Auckland lebt fast die Hälfte der Einwohner des Landes. D.h. also, dass sich das halbe Land quasi nicht schmecken kann. Die sollten ernsthaft überlegen, um die Stadt eine Demilitarisierte Zone zu errichten.

Wie gut nur, dass es uns Ausländer gibt. Über die können sich Auckländer und Rest-Neuseeländer gleichermaßen amüsieren. Einfache Dinge wie beispielsweise Betten machen können da einen ganzen Tag lang zur Unterhaltung der Insulaner beitragen. Ich verstehe bis heute nicht, warum man hier neben dem üblichen Leintuch, einem Kopfkissen und einer Bettdecke zusätzlich einen Matratzenschoner, eine Schaumstoffauflage, ein Überwurftuch und mindestens 3 weitere Kissen benötigt. Vor lauter Zeug finde ich manchmal kaum Platz in meinem Bett. Geschlafen wird hier aber genauso wie bei uns – glaube ich zumindest. Ich hab mich nicht weiter nachfragen getraut …

Was hier in meiner WG auch gerne zu einem Schmunzeln führt, ist die Tatsache, dass ich Weine mit Korkverschluss bevorzuge, die hier aber eine echte Rarität sind. Ich weiß schon, dass ein Drehverschluss per se nichts über die Qualität eines Weines aussagt, sonst wären hier 95% der Weine für den Gulli. Und so ist es auch immer wieder das selbe Argument, das mir bei dieser Diskussion entgegenschlägt, dass ich doch gerade als Deutscher von den praktischen Vorzügen des Schraubverschlusses angetan sein sollte. Aber mal ehrlich: wenn ich ein romantisches Abendessen veranstalte, stelle ich auch keinen Bauscheinwerfer auf, nur um meine Angebetete und die Antipasti auf dem Teller besser sehen zu können. Darum heißt es ja auch Candle-Light-Dinner und nicht Spot-Light-Dinner.

Wie gesagt, es sind die kleinen Dinge, die das Leben hier so interessant machen. Kleinigkeiten, die im Gegenzug uns Europäer manchmal ein Lächeln ins Gesicht zaubern können. Dinge wie separate Drehwasserhähne, die fast überall viel zu Nahe am Beckenrand montiert sind. Beim Händewaschen frage ich mich jedes mal wieder aufs Neue “Warum nur?” und fühle mich an Helge Schneider erinnert (“Zeig mal deine Hände, die sind kleiner als meine, damit kommst du besser in die Ecken …“) Im Supermarkt werden Beträge einfach schwedisch gerundet, weil es keine 1-Cent-Münzen gibt, wohl aber Cent-genaue Preise. Oder diese seltsame Aussprache, dieser sonderbare gedehnte englische Akzent, der das Englische um eine eigenartige Facette erweitert. Da lässt einen die Ansage, dass es jetzt pochierte Eier gibt, zunächst einmal nur ratlos da stehen und gespannt auf das nun folgende Menü warten.  Aus “Eggs” werden “Eeeeeeegs” oder “Bread” wird zu “Breeeeeeed”. Sehr beliebt ist auch das Weglassen von ganzen, sinngebenden Wörtern. “Sweet as” beispielsweise ist ein feststehende Begriff für “cool”, “echt geil” oder wie neuerdings unsere bildungsferne, jüngere Generation sagen würde “voll porno”. Die Rückfrage “sweet as what?” lässt das Fragezeichen nun wieder zum Gegenüber zurückwandern. Klingt komisch – is aber so …

Weitere Bilder von Neuseeland gibts hier:

http://www.suitcasestories.de/bilder/36_new_zealand_tour_02_and_diving

Thema: Neuseeland, Reise | Kommentare (2) | Autor: Tobi

Endlich zuhause … oder? (Teil 1)

Montag, 31. Mai 2010 10:53

Dass 7 Monate in Asien nicht spurlos an einem vorbei gehen, merkt man spätestens dann, wenn man wieder in einem vermeintlich westlich geprägten Land ankommt. In den ersten Tagen nach der Ankunft überwiegt zunächst Langeweile. Auckland ist auf den ersten Blick sauber, ruhig und unspektakulär. Vermutlich auch deswegen, weil die zuletzt besuchten asiatischen Städte genau das Gegenteil davon waren.

Neben Langeweile macht sich aber auch ein Gefühl der Erleichterung breit: die Leute heben beim Laufen ihre Füße, was zur Folge hat, dass man sie nicht schon aus 50 Metern Entfernung unmotiviert daherschlorpen hört. Man wird nicht ständig von Leuten angelabert, die einem etwas auf’s Auge drücken wollen. Im Alltag verläuft der Umgang mit Ausländern auf Augenhöhe und man muss sich nicht ständig überlegen, ob man gerade über’s Ohr gehauen wurde (und wenn doch, dann merkt man es wenigsten nicht so schnell …). Soweit fühlt sich fast alles wie im alten Europa an und auch die Tatsache, endlich wieder einen festen Wohnsitz zu haben, verstärkt das Gefühl (zumindest temporär), wo angekommen zu sein.

Im Alltag gibt es dann doch die ein oder anderen Unterschiede, die man eben erst dann feststellt, wenn man längere Zeit an einem fremden Ort gelebt hat.

Der Neuseeländer an sich ist ein eher relaxter Zeitgenosse. Wer wie ich schon einmal in Australien gewohnt hat und die “laid-back”-Mentalität von dort kennt, wird überrascht sein, dass er diese hier bis zur Perfektion getrieben vorfindet. Das muss wahrscheinlich auch so sein, wenn man fern ab von jeglicher weltpolitischer Brisanz und Relevanz lebt. Davon kann man sich ein Bild machen, wenn man sich die Nachrichten im staatlichen Fernsehen ansieht: aus Mangel an echten Ereginisse, wird die Vorstellung des neuen Rugby-WM-Songs zum Ereignis des Tages hochstilisiert, nur noch gefolgt von der erfolgreichen Rettung eines Kätzchens aus der Krone eines (hoffentlich einheimischen) Baumes in Takapuna.

Mit ähnlicher stoischer Ruhe begegnen die Neuseeländer auch dem Winter. Während wir Ausländer in der Stadt einfach an Jacke, Schal und langen Hosen leicht zu identifizieren sind, läuft der Kiwi-Normal-Bürger immer noch mit Flip-Flops oder sogar barfuß, mindestens aber in kurzen Hosen und T-Shirt doch die zugigen Straßen Aucklands. Die Tatsache, dass bei den meisten Kiwis die Frage nach einer Zentralheizung ein ähnliches Fragezeichen auf die Stirn hervorruft, wie der Name “Whakapapa” (gesprochen Fakapapa) bei den meisten Ausländern, vervollständigt das Bild diesbezüglich.

Apropos Namen: an die Bezeichnungen für Regionen, Städte, Dörfer oder Straßen gewöhnt man sich überraschenderweise schnell, auch wenn diese manchmal eher nach einer Aufforderung an ein Kleinkind zur Durchführung des Stoffwechsels erinnern (“Tutukaka”) als an eine wunderschön gelegene Küstenstadt. Sie zeugen davon, dass die Neuseeländer das Zusammenleben mit den Maori zumindest verhältnismäßig gut arrangiert haben und sich die Ureinwohner nicht wie in Australien oder Amerika eher am Rande der Gesellschaft befinden. Das fällt besonders auch im Alltag auf: während man in australischen Städten die Aborigines meistens vom Alkohol betäubt an Straßenecken rumhängen sieht, trifft man hier ob in der Bank, auf der Post oder im CBD gerade auch im Geschäftsleben ständig auf Maori. Und auch die Tatsache, dass Maori neben Englisch als offizielle Landessprache geführt wird, zeigt, wie weit die Neuseeländer in diesem Punkt den Australiern voraus sind.

Was man allerdings nicht in jedem Punkt von Neuseeland behaupten kann … (Fortsetzung folgt)

Bilder von Neuseeland gibt’s hier:

http://www.suitcasestories.de/bilder/34_auckland

http://www.suitcasestories.de/bilder/35_new_zealand_tour_01

Thema: Neuseeland, Reise | Kommentare (0) | Autor: Tobi

Weltreise.

Montag, 24. Mai 2010 11:22

“Wir ham ja heuer mal so eine Weltreise g’macht.
Aber ich sag’s Ihnen gleich wie’s is: da fahr’n wir nimmer hin!”

(Gerhard Polt)

Thema: Allgemeines, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi

Klo-Geschichten.

Mittwoch, 19. Mai 2010 13:30

Gefunden auf einer Bar-Toilette in Auckland (NZ)

Thema: Neuseeland, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi

Kiwi-Humor.

Montag, 19. April 2010 8:53

Gefunden auf dem Highway 1 Richtung Auckland (NZ)

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Kaffee macht schön.

Montag, 12. April 2010 5:44

Gefunden in Auckland (NZ)

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Die Reise in Zahlen.

Freitag, 9. April 2010 12:27

Meine Ankunft in Neuseeland und die damit verbundene längere Reisepause geben mir die Gelegenheit die bisherige Reise etwas Revue passieren zu lassen. Und wie ließe sich so etwas besser darstellen als durch Fakten, Fakten, Fakten:

Transport:
Anzahl an Zugfahrten: 16
Anzahl an Überland-Busfahrten: 29
Anzahl an Schiffsfahrten: 8
Anzahl an Flügen: 15
Zurückgelegte Strecke insgesamt (geschätzt): 48900 km
Besuchte Länder: 16
Besuchte Orte: 53 (keine Mehrfachbesuche und Durchgangsstationen)
Dauer (bis Auckland): relativ genau 7 Monate oder ziemlich genau 215 Tage

Sonstiges:
Benutzte WLANs: 76
Computer-Breakdowns: 2
Aufgebrauchte Jeans: 3
Sonnenbrände: 5 (den schlimmsten in Sibirien)
Gesamtgewicht Gepäck beim Start in Lauingen: 28 kg
Gesamtgewicht Gepäck bei der Ankunft in Auckland: 20 kg
Produzierte, verwertbare Bilder: 4714

Als Bonbon ein kleiner Rückblick der letzten 7 Monate (ohne Neuseeland):

http://www.suitcasestories.de/bilder/33_best_of

Thema: Allgemeines, Reise, Shorts | Kommentare (2) | Autor: Tobi

Parkplatz.

Mittwoch, 7. April 2010 18:49

Kennt Ihr das, wenn ihr euer Auto am Abend zuvor parkt und am nächsten Tag nicht mehr wisst wo ihr es hingestellt habt?

Gefunden kurz vor Tirau (NZ)

Thema: Neuseeland, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi