2 Jahre auf Wanderschaft.
Freitag, 17. Juni 2011 4:14
Jetzt hab ich’s doch glatt versemmelt: am 7. Juni warens 2 Jahre, in denen ich unterwegs bin. Egal – a bisserl geht’s noch weiter
Thema: Reise, Shorts | Kommentare (2) | Autor: Tobi
Freitag, 17. Juni 2011 4:14
Jetzt hab ich’s doch glatt versemmelt: am 7. Juni warens 2 Jahre, in denen ich unterwegs bin. Egal – a bisserl geht’s noch weiter
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Mittwoch, 15. Juni 2011 10:11
Meine erste Stange Dynamit. Damit geh’ ich mir ein Lama sprengen. Das machen wir hier so, in Bolivien … Lamas sprengen!
Gekauft in Potosi (Bolivien)
Thema: Bolivien, Reise | Kommentare (4) | Autor: Tobi
Dienstag, 14. Juni 2011 6:27
Also nee …. nee, nee, nee, nee! Echt nicht! Muss man das denn sein? Muss man denn wirklich nach Brasilien? Och nee, oder? Nur um ein bißchen Fußballzauber und Samba-Rhythmen zelebriert zu sehen? Oder villeicht wegen der paar paradiesischen Strände, worauf sich dann wohl noch nicht mal allzu hässliche Mädchen, gehüllt in einen Hauch von nichts, präsentieren? Ekelhaft oder?
Und dann noch dieser Moloch – Rio de Janeiro. Was hat die Stadt denn bitte schön schon zu bieten? Diesen Typ da auf’m Berg vielleicht, der mit seinen ausgestreckten Armen aussieht, wie ein überdimensionierter Wäscheständer? Oder etwa die diversen Salsa-Partys, auf denen man dann evtl. auch noch Spaß haben soll? Soweit kommt’s noch!
Und dann … dann gibt’s da noch diese Favela-Partys – da fährt man dann in’s Ghetto raus! In’s Ghetto!!! Das muss man sich mal vorstellen. Wer will denn bitte sowas sehen? Da fährt man zu einer Uhrzeit raus, wo anständige Menschen schon längst im Bett liegen und dann fällt einem bei der Lautstärke der Musik zunächst das Trommelfell und anschließend die Kinnlade raus! Menschen-Massen, die sich in grotesker Weise tanzend aneinanderreiben und so eine Art Befruchtungstanz betreiben! Ein Sündenpfuhl, sag ich euch. Nicht zum Mitansehen!
Und wenn ich schon mal dabei bin – diese Menschen in Brasilien: da lässt man sich schon mal herab und redet mit denen und was passiert – die sind auch noch nett! So nett sogar, dass sie bei jeder sich bietenden (oder nichtbietenden) Gelegenheit ihre überbordende Gastfreundlichkeit in die Tat umsetzen müssen. Das drückt sich dann so aus, dass jede greifbare Frau einfach abgeknutscht wird, ob sie will oder nicht! Das passiert hier natürlich nur ausd Gastfreundlichkeit. Ein Schelm der Böses dabei denkt. Jaha, so sind die hier. Oder das hier: Läufste nichts ahnend in ‘nen Döner-Laden rein und wirst von der brasilianischen Ladenbesitzerin auf Schwäbisch begrüßt. Das ist doch unverschämt. Was denkt die sich denn? Da hätte ich ja gleich daheim bleiben können, oder? Am Ende telefoniert sie noch Gott und die Welt ab, um dir den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen! Wie bitte? Angenehm? In dem Land? Was soll das denn? Da ist doch Hopfen und Malz verloren!
Was bleibt einem bei solchen Verhältnissen anderes übrig, als sich das Land mit Caipirinha schön zu saufen. Echt wahr. Aber wenigstens haben sie den im Überfluss. Das Zeug verträgt nur kein Mensch. Da machst du die verrücktesten Sachen, das sag ich euch. Purzelbäume auf Rio’s nächtlichen Straßen zum Beispiel. Und die Straßen Rio’s sind ein hartes Pflaster – das kann ich euch sagen! Aber nicht einmal dagegen haben sie Vorkehrungen getroffen, in diesem verkorksten Land …
Das einzige was einem in diesem Land wirklich hält, ist der wunderschöne Klang des Portugiesischen. Selten hat man eine Sprache gehört, die einen mit ihren unvergleichlichen Nasal-Lauten und ihrer vollendeten Melodieführung so vollständig fesselt. Das lässt einen auf Anhieb all die Schattenseiten Brasiliens vergessen und man überlegt sich, doch noch ‘ne Woche dran zu hängen. Wahre Geschichte – ehrlich!
Wer sich jetzt auch noch antun will, die dazugehörigen Bilder anzugucken, der soll das am besten hier tun. Ich will aber keine Beschwerden hören – ich hab Euch ausführlich gewarnt:
Thema: Brasilien, Reise | Kommentare (3) | Autor: Tobi
Sonntag, 12. Juni 2011 2:21
Thema: Argentinien, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Donnerstag, 9. Juni 2011 0:23
Thema: Argentinien, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Dienstag, 7. Juni 2011 8:47
Thema: Argentinien, Reise, Shorts | Kommentare deaktiviert | Autor: Tobi
Montag, 6. Juni 2011 12:09
Thema: Argentinien, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Mittwoch, 1. Juni 2011 6:31
Uruguay! Ist das nicht dieser kurze, verschwommene, grüne Streifen, der an deiner Fensterscheibe vorbeisaust, wenn man von Argentinien nach Brasilien fährt? So geht es vielen, die nicht gerade durch eine Buspanne zum Bleiben gezwungen werden. Schade eigentlich, denn die “Schweiz Südamerikas” hat diesen Namen nicht nur aufgrund ihrer Sauberkeit, Sicherheit und ökonomischen Entwicklung verdient. Auch das Preisniveau erinnert stark an den Alpenstaat.
Also nichts wie los, das Schweizer Nummernkonto auflösen und es heißt “Buenos Dias” Uruguay statt “Grüezi Wohl” Schweiz! Man muss dem Treiben in den Straßen schon genau zusehen, um die Unterscheide zwischen Argentinier und Uruguayer zu erkennen. Zum einen deswegen, weil in der Nebensaison in vielen Orten die Bürgersteige hochgeklappt werden und man kaum eine Menschenseele zu Gesicht bekommt. Selbst einstige Partyhochburgen wie Punta del Este mutieren dann zu Geisterstädte. Zum anderen, weil der Uruguayer im Prinzip eine weniger aufgeregte, freundliche Ausgabe des Argentiniers ist, der immer und überall mit seiner Thermosflasche unterm Arm und einer Mate-Tasse in der Hand anzutreffen ist. Absolut Mate-verrückt diese Uruguayer. Man muss sich das etwas so vorstellen, wie wenn nach Italien fährt und dort die Italiener immer und überall mit ihrer Moccachino unterm Arm und einer Tasse Espresso in der Hand durch die Straßen rennen sehen würde.
So schön das Land ist, so wenig kann ich Aufregendes von hier berichten. Kleines Land, kleiner Text.
Etwas interessanter ist da die Geschichte eines älteren Herren, den ich in Montevideo kennengelernt habe:
Ich bin einem Hostel in Montevideo mit Bill, einem 68jährigen Amerikaner aus Seattle, in’s Gespräch gekommen und war von seiner Lebensgeschichte total fasziniert. Er hat mir erzählt, dass er sein Leben lang bei Boeing als Techniker gearbeitet hat und jobbedingt für Jahre im arabischen Raum gelebt hat. Als es endlich Zeit für seine wohlverdiente Rente war, hat er sich erst von seiner Freundin und dann von seinem Haus getrennt. Seine neugewonnene Freiheit investierte er in ein Segelboot und begab sich auf einen mehrjährigen Segeltörn. Seit drei Jahren ist er nun unterwegs, wovon er alleine 5 Monate auf einem Non-Stop-Trip um’s Kap Hoorn verbrachte. Mensch und Maschine waren offenbar für so ein Unterfangen nicht ausgelegt, weswegen er unterwegs ein Segel, die automatische Steuerung und beinahe seinen Verstand verloren hat.
Man muss sich das mal vorstellen: in dem Alter alleine auf hohe See zu gehen, ohne die Möglichkeit sich mit einer Menschenseele zu unterhalten, Kajüte und Klamotten ständig von Salzwasser durchnässt und mit kaum ausreichender Segelerfahrung. Gerade die antarktische See ist ja nicht gerade für tropische Temperaturen und und leichte Brisen bekannt. Da gehört schon viel Mut dazu. Oder eine gehörige Portion Naivität. Einmal ist das Boot von einer starken Welle erfasst worden, so dass er gestürzt ist und sich dabei den Rücken verletzte. Dies hatte zur Folge, dass er die nächsten vier Wochen nur im Sitzen schlafen konnte. Sein Sohn, der seit Monaten nichts von seinem Vater gehört hat, machte sich zwischenzeitlich an seinem Konto zu schaffen, so dass Bill nun auch noch fast pleite ist. Who pays the bill now?
Boot und Halter sind nach diesem Trip sichtlich gealtert, aber zumindest hat er seinen Traum gelebt. Vom Segeln hat er nun allerdings genug. Im Moment versucht er sein lädiertes Schiff auf Vordermann zu bringen, um es anschließend gegen ein kleines Häuschen in Uruguay einzutauschen, um dort seinen Lebensabend zu verbringen.
Bill hat mich für einen Nacht auf sein Boot eingeladen, wo er mir bei einer halben Flasche Scotch seine Geschichte erzählt hat und wir jede Menge Seemannsgarn gesponnen haben. Lange Einsamkeit lässt auch so manche sonderbare Theorie im Kopf sprießen …
Bilder aus Uruguay und vom Boot gibt’s hier:
Thema: Reise, Uruguay | Kommentare (0) | Autor: Tobi