Beiträge vom Mai, 2011

Die coolste Bushaltestelle der Welt …

Freitag, 27. Mai 2011 1:39

Gefunden in Foz do Iguaçu (Brasilien)

Thema: Brasilien, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor:

Jamón y queso.

Donnerstag, 12. Mai 2011 9:43

Jamón y queso. Jamón y queso. Jamón y queso. Den ganzen Tag jamón y queso. Im Flugzeug nach Buenos Aires: jamón y queso. Im Bus nach Patagonien: jamón y queso. Am Kiosk sowieso: jamón y queso. Egal wo man in Argentinien hinkommt, egal was man tut – Schinken und Käse sind immer mit am Start. Jede andere Zutat auf einem Sandwich oder Crossaint (das hier medialuna heißt) ist undenkbar. Jamón y queso ist die Antwort auf alle Fragen, quasi die Zahl 42 Argentiniens. Die verwenden hier jamón y queso auch zum Putzen, als Paartherapeuten oder als Babysitter – ungelogen! Die UNO sollte ernsthaft darüber nachdenken, jamón y queso als Instrument für den Weltfrieden einzusetzen.

Aber ich schweife ab. Zurück zu Argentinien und zum Kulinarischen: jamón y queso ist hier auch die naheliegende Lösung, wenn man Vegetarier ist. Bestellt man etwas sin carne, bedeutet das hier nicht “ohne Fleisch”, sondern nur “ohne Rindfleisch”. Hühnchen, Fisch oder eben jamón y queso sind ja kein Rindfleisch – also rauf auf den Teller. Ganz ohne wäre ja auch irgendwie komisch, oder?

Man kann ihnen ihre Fleischverrücktheit aber auch nicht übelnehmen – argentinisches Fleisch hat einen exzellenten Ruf und das nicht zu Unrecht. Groß genug ist das Land ja, um die (Rind-)Viecher glücklich zu machen und deren Konsumenten zufrieden zu stellen.

Die Argentinier fröhnen aber nicht nur dem exzessiven Verzehr von Fleischprodukten. Es gibt Saures wenn es nichts Süßes gibt. Ganz oben auf der Liste steht für die Schleckermäuler-Nation Dulce de Leche. Das Nutella des Südens ist eine Art Caramel-Creme, die in unterschiedlichster Form auf den Tisch kommt: als Brotaufstrich, Eiscreme, Tortenzutat, Füllung und vieles mehr. Dazu den klassischen Mate (eine immer wieder aufs Neue aufgegossene Art Tee) – und die argentinische Seele ist zufrieden gestellt.

Essen spielt offensichtlich im Alltag der Gauchos eine nicht zu unterschätzende Rolle (quod erat demonstrandum). Aber was treiben die denn sonst noch so? Klar ist (und das weiß ja wirklich jeder), dass der durchschnittliche Argentinier jeden Tag mindestens 2 Stunden vor dem Spiegel verbringt, um sich Gel in das lange, dunkle, lockige Haare zu schmieren, während sich der weibliche Teil der Bevölkerung mit Shopping vergnügt. Es muss ja dem allgemeinen Ruf Recht getan werden, Argentinien habe die hübschesten Frauen der Welt. Na – zumindest die süßesten (siehe oben).

Neben diesen Stereotypen (ob wahr oder nicht), gibt es aber tatsächlich auch kleinere Auffälligkeiten, die helfen, die sonst so europäisch geprägte Nation, von uns zu unterscheiden. Die Argentinier scheinen eine ausgeprägte Vorliebe für lange Schlangen zu haben. V.a. im Supermarkt vor der Kasse oder kurz vor Öffnung der Banken bilden sich diese innerhalb kürzester Zeit. Meine Vermutung ist, dass die Hälfte der Leute einfach nur Schaulustige sind – die sogenannten “Lane-Watcher” –  während die andere Hälfte glaubt, dass es sich hier um eine Münzgeldausgabe handelt. In der Tat trägt dieser grundsätzlichen Mangel an Münzgeld seine eigenen Früchte. Es gibt hier Plätze, wo man Kleingeld kaufen (!) kann, natürlich zu einem höheren Preis als dem eigentlichen Wert.

Das Vorurteil, Argentinier seien selbstverliebt und arrogant, kann ich hingegen nicht bestätigen. Gerade in meiner Zeit in Mendoza, wo ich auf einer Sprachschule war, und der Familie meiner Bekannten in Buenos Aires, habe ich die warmherzige und gastfreundliche Seite des Landes kennenlernen dürfen. Für eine Bestätigung von Stereotypen sorgen da eher die Ausländer. Eine bis zur Unkenntlichkeit geliftete Kanadierin, die sich im Kleinen-Bruder-Syndrom schwelgend bei jeder sich bietenden Gelegenheit über Amerikaner auslässt, eine Österreicherin, die auch als Mann durchgehen hätte können und die lauthals ihr Sexualleben ausbreitet, noch bevor sie mir ihren Namen mitteilt. Oder die Australierin, die jedesmal schon vor dem allwöchentlichen Asado (BBQ) dicht wie ein Scheunentor war. Da lob ich mir doch die Argentinierin, die neben mir im Bus fröhlich mitmurmelnd Rammstein hört und damit – mehr oder weniger – leise gegen jede Art von Stigmatisierung demonstriert.

Hier gibt’s die restlichen Bilder aus Argentinien:
http://www.suitcasestories.de/bilder/48_rest_of_argentina

Thema: Argentinien, Reise | Kommentare (4) | Autor:

Heiße Angelegenheit

Dienstag, 10. Mai 2011 6:19

Gefunden im Bus von Colonia nach Montevideo (Uruguay)

Thema: Reise, Shorts, Uruguay | Kommentare (0) | Autor: