Präzise Hinweise.
Mittwoch, 31. März 2010 10:48
Thema: Reise | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Montag, 29. März 2010 15:15
Thema: Neuseeland, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Freitag, 26. März 2010 8:27
Dafür haben die sich einfach ein paar Chinesen besorgt.
Gefunden auf dem Chinese Lantern Festival in Auckland (NZ)
Thema: Neuseeland, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Mittwoch, 24. März 2010 4:53
Thema: Design, Neuseeland, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Sonntag, 21. März 2010 16:14
Kennt ihr diese Tage, an denen man am besten im Bett liegen bleibt? Wo einem das Pech nur so am Schuh klebt? Dumm nur, wenn man ausgerechnet an so einem Tag möglichst unbeschadet von A nach B kommen soll.
Angefangen hat alles bei der Ankunft meines Fluges von Kuala Lumpur in Bali. Ich hatte ja ganze 4 Stunden Aufenthalt in Bali eingeplant, was aber nichts daran ändern sollte, dass man die komplette Einreise-Prozedur inklusive Bezahlung der Einreisegebühr von 25 US$ über sich ergehen lassen muss. Wenn man, wie ich, aber nur 23 US$ und keinen Heller in Rupie bei sich hat, kann diese Standard-Prozedur zum Abenteuer werden. Dass ich zu wenig Geld dabei habe, merke ich natürlich erst, nachdem ich eine halbe Stunde lang in einer Schlange stand und mir dabei von einem missratenen, antiautoritär erzogenen holländischen Schrazen ans Bein pissen habe lassen dürfen.
Ein Bankautomat, der mein Problem mit einem Schlag lösen könnte, erspähe ich aber erst kurz hinter der Grenze, weswegen ich mein Pass abgeben muss, um jene zu überqueren. Auf dem Rückweg bietet mir der freundliche Grenzbeamte netterweise an, mir das Visum zu besorgen, was aber eine “Bearbeitungsgebühr” von 100.000 Rupien nach sich ziehen würde. Da ich nicht in den Fokus von Transperancy International geraten möchte, reihe ich mich dann doch wieder in die – in der Zwischenzeit noch länger gewordene – Schlange ein, um diesmal das Opfer eines englischen Fratz zu werden. Sollte mich jemals jemand sagen hören, dass ich irgendwann einmal Kinder mein Eigen nennen möchte, der darf mich in ein schalldichte Gummizelle stecken und den Schlüssel dafür runter schlucken.
2 Stunden später wünsche ich mir bereits vor lauter Langweile das Gezeter der Halbwüchsigen zurück. Das würde wenigstens die elendige Warterei verkürzen. 45 Minuten vor Abflug nach Brisbane wundere ich mich, warum immer noch nicht angezeigt wird, dass der Check-In für meinen Flug geöffnet ist. Diese Verwunderung schlägt in zurückhaltende Panik um, als ich den Last-Call für meinen Flug aus den Lautsprecher dröhnen höre. Das freundliche Bodenpersonal hingegen bleibt ganz ruhig und als ich die Frage nach meinem Visum für Australien verneinen muss, wird aus unterdrückter Panik plötzlich offene Panik. Ich bin zwar “nur” 10 Stunden in Brisbane, aber für Aufenthalte länger als 8 Stunden benötigt man dennoch ein Visum. Glücklicherweise organisiert mir die Crew von Virgin Blue das Visum im Schnellverfahren – so viel Service hätte ich von einer Billigairline nicht erwartet. Die zusätzlich fällige Servicegebühr von 19 US$ beim Abflug aus Bali begleiche ich so nebenbei auf dem Spurt durch die Abflughallen (denn diesmal reicht das Geld) und somit kann ich nach der (gefühlten) längsten Schlange der Welt vor dem Ausreiseschalter völlig verschwitzt als letzter in mein Flugzeug steigen.
Die Begrüßung mit “Cheers Mate” durch das Bordpersonal fühlt sich nach 7 Monaten in Asien schon fast heimelig an. Nach insgesamt knapp 30 Stunden auf den Füßen, nur durch kleinere Schlafphasen im Flugzeug unterbrochen, komme ich völlig durch den Wind in Brisbane an, wo 10 sonnige Stunden auf einen nicht so sonnig-aufgelegten Tobi warten.
Der Versuch in den sanitären Anlagen des Flughafens Erfrischung zu finden endet desaströs. Halbwegs erfrischt bewältige ich die letzten Meter durch den Zoll ungewohnt leichtfüßig. Diese Leichtfüßigkeit lässt sich allerdings nicht auf meine Fähigkeiten im Toilettenbereich erklären, sondern lässt sich wenig später durch die Entdeckung erklären, dass ich 2,5 Kilo meines Gepäcks in den Toiletten HINTER der Zollschranke liegen habe lassen. Dummerweise handelt es sich bei diesen 2,5 Kilogramm ausgerechnet um mein Laptop. Einige Schalter, Menschenschlangen, diverse Hierarchiestufen des Bodenpersonals und Schweißperlen (oder schwitze ich etwa schon Blut?) später, kommt ein mir inzwischen sehr vertrauter Mitarbeiter des Help-Servicepoints mit einem orangen Beutel entgegengerannt. So muss es sich also anfühlen, wenn Dir der Arzt im Kreissaal auf die Frage: “Was ist es? Was ist es?” zuruft: “Es ist ein Baby!” Ich hätte nicht gedacht, dass mich ein Mann je so glücklich machen kann …
Die Details beim Verlust meines Zugtickets in die Stadt (und das spätere Wiederauffinden irgendwo auf den endlosen Weiten des Flughafens), die obligatorische Soßensauerei bei der Öffnungsschlacht einer BBQ-Soße und der Angriff der Killerameisen im Brisbaner Botanischen Garten (ich dachte Botanik bedeutet Pflanzenkunde?) erspare ich euch.
Ein Wunder, dass sich bei soviel Missgeschick dennoch ein Gefühl von australischer Nostalgie den Weg in mein Bewusstsein bahnen konnte.
Thema: Australien, Indonesien, Neuseeland, Reise | Kommentare (1) | Autor: Tobi
Freitag, 5. März 2010 9:55
Thema: Indonesien, Reise, Shorts | Kommentare (1) | Autor: Tobi
Mittwoch, 3. März 2010 5:20
Ich weiß, ich weiß. Ich hänge schon wieder. Ich schulde Euch noch die Philippinen:
Die Entscheidung auf die Philippinen zu fliegen war ja der Tatsache geschuldet, dass in Malaysia Regensaison war und ich unbedingt Tauchen lernen wollte. Dass man auf den Philippinen auch andere Dinge lernen kann, erzähle ich Euch heute:
1. Lektion: Lachen ist die beste Medizin
Falls man, wie ich, noch etwas verschlafen aus dem Flugzeug in Clark steigt und sich für einen Moment wundert, wo man sich gerade befindet, dem wird spätestentes nach passieren des Zolls schlagartig klar, dass er auf den Philippinen ist. Spätestens dan nämlich, wenn Dich eine kreischende Horde wildgewordener Damen empfängt. Der Empfang eines Superstars könnte nicht rauschender ausfallen, nur mit dem kleinen Unterschied, dass die Damen mir (zumindest noch) nicht an die Wäsche wollen, sondern mir einfach nur ein Busticket nach Manila verkaufen möchten. Völlig beseelt vor Freude, dass man sich ausgerechnet für die Dame an Schalter 3 entschieden hat, bekommt man dann auch sofort sein Ticket und das passende Rückgeld ausgehändigt. Und das, obwohl man noch gar nichts bezahlt hat. Die süffisant vorgetragene Frage, ob man denn auch zwei Tickets haben könnte, hilft der offensichtlich noch (Glücks-)hormonell überlasteten Dame auf die Sprünge und der Irrtum wird bei lautem Gegacker und mit großem Mitteilungsbedürfnis über die eigene Dummheit behoben. Ach, wenn ich doch nur überall so herzlich empfangen würde …
2. Lektion: Ein Ticket, ist ein Ticket, ist ein Ticket
Ich halte mich nicht lange in Manila auf, bin ja schließlich zum Tauchen-Lernen hier. Nach einer kurzen Nacht geht es weiter, ca. 4 Stunden südlich von Manila auf die Insel Mindoro. Die Reise dorthin verläuft überraschend problemlos. Mit dem Jeepney (dem philippinischen Tuk Tuk) zum Busbahnhof, dann weiter mit dem Bus zum Hafen von Batangas und dann mit dem Boot direkt nach Sabang. Bevor man allerdings die Banka besteigen darf, muss man einen Parkour von Ticketschaltern durchlaufen. Neben dem Bootsticket muss man eine Abgabe zur Unterstützung der Umweltschutzbemühungen bezahlen. Und da das noch nicht genug ist, rennt man danach zum dritten Schalter, um irgendeine Sonderabgabe zu bezahlen, die vermutlich nur für Touristen eingeführt wurde. Erst dann, kann man den “unaufdringlichen” Begleiter entlohnen, der einem bei dem oben Beschriebenen zur Seite steht. Beim nächsten mal stelle ich mich einfach in die Mitte des Raums, hänge mir ein Schild mit der Aufschrift “Selbstbedienung” um und strecke meine Hand mit ein paar tausend Pesos in die Höhe.
Danach passiert die Sicherheitskontrollen, um dann wiederum festzustellen, dass sich der letzte verfügbare Bankomat für die nächsten 3 Wochen VOR der Sicherheitskontrolle befindet, um darauf hin die selbe Prozedur noch einmal zu durchlaufen, was aber immerhin die Wartezeit schon einmal um 30 Minuten verkürzt … bei all diesen Aktivitäten, darf man aber nicht über Los gehen und auch keine 4000 Euro einziehen.
3. Lektion: Ein Taucher der nix taucht, taucht nix.
Endlich angekommen, kann’s also mit der Taucherei losgehen. Hat man die ersten Unsicherheiten überwunden, wird einem eine völlig neue Welt eröffnet. Mein österreichischer Tauchlehrer Walter und mein amerikanischer Divemaster-Anwärter Robby haben mir den Einstieg auch wirklich leicht gemacht. Für jemanden, der noch nie Tauchen war, mag diese Sportart nicht besonders spektakulär sein, wer aber einmal unter Wasser geatmet hat und diese bunte neue Welt dort unten mit eigenen Augen gesehen hat, für den wird Tauchen wie Ying und Yang, die Butter auf’m Brot, das Salz in der Suppe, die Luft zum Atmen, ein LSD-Trip ohne Nebenwirkungen, die Druckluft im Reifen, das Licht im Dunkeln, das Holz vor der Hütte, ein hochgeklappter Deckel in einer öffentlichen Männer-Toilette, die zu großen Jackets in einem Depeche Mode-Musikvideo der 80er oder wie der Saft im Laden sein … kurz und gut: einfach unbeschreiblich geil! PADI Open Water und PADI Open Water Advanced sind für mich ab jetzt die Eintrittskarte in eine schöne neue Welt!
4. Lektion: Die Welt ist ein einziger Puff
“Sie sind alt und hässlich, einsam und verbittert? Rhetorik und Allgemeinbildung gehören nicht zu Ihren Stärken? Sie stehen auf kleine Mädchen? Kein Problem: Kommen Sie nach Sabang, die Stadt der einsamen Herzen.” So oder so ähnlich müsste der Werbeslogan für diese Ecke der Welt lauten. man muss sich das mal vorstellen: Das ganze Dorf besteht aus ein paar Restaurants, Kneipen, Supermärkten, Tauchschulen – und Puffs. Ständig begegnet man irgendwelchen siechen, verfallenen (mit Vorliebe aus Deutschland stammenden) alten Säcken, die sich gerade noch so der Verwesung entziehen konnten und stolz ihre bildhübsche “Eroberung” (nur 2000 Pesos) hinter sich herziehen, die sich aber lieber um die SMS auf ihrem Handy als um ihren Begleiter kümmert. Das Schlimmste ist, dass man diesen Anblick und alle dazugehörigen Begleiterscheinungen nach einer Weile als völlig normal wahrnimmt. Wäre die Ecke nicht so ein toller Tauchspot – ich hätte nach 2 Tagen die Flucht ergriffen.
5. Lektion: Bequeme Schuhe erhöhen den Tragekomfort
Zurück in Manila, lerne ich die Südkoreanerin Alisha kennen. Für die sonst so stilsicheren Koreaner ist Alisha gerade zu eine erfrischende Ausnahme. Ihr Kleidungsstil ist irgendwie … anders. Sicher – Stil ist das auch, nur halt kein besonders guter … (so wie dieser Satz keinen besonders guten Sprachstil aufweist, des Wortspiels halber dennoch den Weg in diesen Artikel gefunden hat).
Teil dieser Modeinterpretation sind unter anderem auch Highheels, die ja gerade unter Backpacker besonders beliebt sind. So dauert es auch nicht lange, dass sich beim Erkunden der Stadt die ersten Modeerscheinungen in Form von Blasen am Fuß und durchdringenden koreanischem Gejammer zeigen. Um diesem Zustand entgegen zu wirken, führt uns unsere Sightseeing-Tour ins nächstgelegene Kaufhaus, wo die vermaledeiten Highheels endlich durch – neue Highheels ersetzt werden. So dauert es auch nicht lange, dass sich beim Erkunden der Stadt die ersten Modeerscheinungen in Form von Blasen am Fuß und …
Bilder von den Philippinen gibt’s hier:
Thema: Philippinen, Reise | Kommentare (0) | Autor: Tobi