Hahnenkampf.
Sonntag, 31. Januar 2010 0:20
Thema: Malaysia, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Sonntag, 31. Januar 2010 0:20
Thema: Malaysia, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Freitag, 29. Januar 2010 20:53
Thema: Malaysia, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Donnerstag, 28. Januar 2010 11:54
Thema: Malaysia, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Montag, 25. Januar 2010 16:58
Wahrlich ich sage Euch: Selig sind die, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden. (Matthäusevangelium 5,3-10)
Damit man also getröstet werden kann, muss man zunächst Leid erfahren. Das geht beim Eintritt in das (neue) gelobte Land auch ohne Probleme. Zunächst baut man eine Grundunzufriedenheit auf. Dazu setze man sich in einen Mini-Bus und fährt 4,5 Stunden über Stock und Stein an die Grenze. Damit diese Anstrengung nicht umsonst war und durch die aufkommende Neugier auf das gelobte Land abgemildert wird, darf man bei 33° im Schatten 4 Grenzstationen überqueren. Das dauert so ca. 3,5 Stunden. Damit sichergestellt ist, dass man beim Grenzübertritt auch wirklich die richtige Leidensfähigkeit entwickelt wird, absolviert man eine Spießrutenlauf durch Schlepper, Nepper und Touristenfänger. Man kann sich natürlich das ganze Theater auch sparen, indem man einfach die Grenzmänner schmiert. Aber das wäre ja zu einfach!
Egal wie, man ist dann auf jeden Fall durch und befindet sich in … Afrika. Ja! Wenn man in Kambodscha einreist, ist das erste was einem in den Sinn schießt: Hab ich jetzt den Kontinent gewechselt? Diese Land ist so anders als die anderen südostasiatischen Länder. Die Armut ist an allen Ecken und Enden sichtbar, die Leute leben mehr in Hütten als in Häusern, überall staubt es, da geteerte Straßen eher die Ausnahme sind. Und selbst in den Städten sind zumindest die Gehwege noch offen. Straßenlaternen sucht man vergeblich.
Und was einen völlig konsternieren lässt ist die Tatsache, dass Dir trotz Armut und jahrzehntelanger Schreckensherrschaft und politischer Instabilität die Leute immer mit einem Lachen gegenübertreten und auch untereinander mit Vorliebe herumflachsen. Das, was mich an Vietnam so fasziniert hat findet hier seinen Höhepunkt.
Und selbst da gibt es noch eine Steigerung. Die Kinder in Kambodscha werden quasi mit einem Winke-Tourette geboren. Als ich die 8-stündige Bootsfahrt von Seam Reap nach Battambang durch die schwimmenden Dörfer gemacht habe, bekam ich eine eindrucksvolle Kostbrobe dieser mysteriösen Krankheit. Und die ist ansteckend. Sobald die Kleinen das Boot entdeckt hatten, wurden die Fingerchen ausgepackt und gewunken und gelacht was das Zeug hält. Man kommt aus dem Zurückwinken gar nicht mehr raus. So muss sich also der Papst fühlen, wenn er in Südamerika aufschlägt.
Und da wir ja nun Papst sind, lässt man sich nicht Lumpen und wählt als nächstes Fortbewegungsmittel ein Papamobil. Der Mini-Van in der Größe eines VW-Busses soll in kambodianischer Zeitrechnung den Weg vom Zentrum des Landes (Kratie) nach Phnom Penh in 4 Stunden schaffen. Kambodianische Zeitrechnung heißt, es dauert 8 Stunden. Ich hab das Gefühl, egal was man hier macht, alles dauert grundsätzlich 8 Stunden. Vielleicht könnte denen mal jemand die Bedeutung der restlichen neun Ziffern erklären.
Bei der Gelegenheit müsste den Khmer auch das dazugehörige Zählsystem näher gebracht werden. Denn offensichtlich gibt es hier immensen Nachholbedarf. Unser Papamobil ist ausgelegt für – wenn‘s hochkommt – 11 Personen. Das man den vorhandenen Raum aber noch viel effizienter nutzen kann zeigt dieses Beispiel. In so einen Mini-Bus passen:
• 22 Männer
• 3 Frauen
• 3 Kinder
• 8 schwere Holztüren (unter den Füßen durchgeschoben)
• 10 Taschen
• 3 dicke Reissäcke
Alles was man braucht ist einen kleinen Bus, 2 Seile zum Verzurren der Heckklappe und einen Freiwilligen, der sich die Fahrt über auf‘s Dach setzt. 8 Stunden können echt lang sein und ich war nicht der, der auf dem Dach gesessen ist … Ich habe mich aber gut unterhalten – glaub ich zumindest. Ich habe auf der Fahrt ein sehr intensives Gespräch mit meinen Sitznachbarn geführt. Wir sprachen so über Dinge und Zeug. So Sachen eben. Also um ehrlich zu sein: ich habe kein Wort von dem Englisch-Khmer-Mischmasch verstanden, aber ich bin mir sicher wir haben uns blendend verstanden. Da reicht es oft, einfach den Mund zu bewegen und irgendwelche Geräusche von sich zu geben, Hauptsache die Konversation bleibt im Fluss.
Ich hatte aber auch andere Gespräche mit den Khmer. Gespräche, bei denen ich inhaltlich der Konversation folgen konnte, wobei mir da manchmal lieber gewesen wäre, ich hätte nichts verstanden. So nett und unbekümmert die Leute hier sind, sobald man man etwas tiefer vordringt, werden einem Lebensgeschichten serviert, die einen wirklich bewegen. Ein 22jähriger Kerl erzählt mir, dass er bis vor einem Jahr als Playboy in Phnom Penh und Seam Reap gearbeitet hat und das hart erarbeitete Geld zu zwei Drittel zu seiner Familie schicken musste und das andere Drittel regelmäßig verspielt hat.
Ein Tuk-Tuk-Fahrer mit dem ich mich ein bisschen angefreundet habe, hat mir erzählt, dass er seine Freundin nicht heiraten kann, weil er nicht genügend Geld hat. Er schläft im Büro seines Chefs und wenn er Telefonieren muss, hält er bei bei kleinen Mädchen an, die über die ganze Stadt verteilt am Straßenrand sitzen und ihre beiden Handys für Gespräche vermieten. Er weiß nicht, ob seine Geliebte so lange auf ihn warten wird, denn es ist nicht absehbar, dass er überhaupt irgendeinen Pfennig ansparen kann.
So ist Kambodscha ein ambivalenter Ort zu Reisen: man trifft zum einen auf einen extrem lebensbejahenden Menschenschlag, den offensichtlich nichts umhauen kann. Man wird aber auch regelmäßig auf den Boden der Tatsachen zurückgesetzt, wenn man sich die Schicksale hinter den lachenden Gesichtern ansieht.
Bilder von Kambodscha gibt’s hier:
http://www.suitcasestories.de/bilder/28_kambodscha_angkor_wat
Thema: Kambodscha, Reise | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Donnerstag, 21. Januar 2010 18:56
Die Gelben Engel vom ADAC trifft man wirklich überall auf der Welt. Nur das Aussehen des Service-Mobils variiert.
Gefunden in Phnom Penh (Kambodscha)
Thema: Kambodscha, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Dienstag, 19. Januar 2010 19:46
Thema: Kambodscha, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Montag, 18. Januar 2010 5:47
Ein Multifunktionstier so eine Spinne. Einmal als take away, um sie mit nach Hause zu nehmen und sie selbst zuzubereiten…
… dann als “Eat In”, bereits frittiert …
… oder für’s Kleine als Haustier zum Spielen.
Gefunden irgendwo zwischen Phnom Penh und Kratie (Kambodscha)
Thema: Kambodscha, Kulinarisches, Reise, Shorts | Kommentare (2) | Autor: Tobi
Samstag, 16. Januar 2010 19:44
Thema: Kambodscha, Reise, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Freitag, 15. Januar 2010 14:34
Stell Dir vor, Du läufst nachts um halb vier nach Hause. Du bist etwas angetrunken. Es ist dunkel. Aus der Dunkelheit heraus tritt eine langhaarige, schwarzbeinige, äh, schwarzhaarige, langbeinige Schönheit. Während Dein Blick noch an über ihre makellosen Beine gleitet und langsam nach oben wandert, säuselt Dir schon eine Stimme “Hello handsome!” ins Ohr. Die Klang dieser Stimme kommt Dir etwas befremdlich vor und als Dein Blick endlich das Gesicht dieser “Lady” erreicht, kannst Du nur noch entsetzt ein “O Boy!” ausstoßen.
Wenn ich jetzt schreibe, dass diese Begegnung mich 3000 Baht und meine Kreditkarte gekostet hat, könnte ich mir vorstellen, dass das dem ein oder anderen geneigten Leser meines Blogs ein leichtes Runzeln auf die Stirn zaubert. Ich kann Euch versichern, an meiner sexuellen Ausrichtung hat sich nichts geändert. Ein einfaches Erwiedern des Dir zugedachten Grußes aus Höflichkeit oder Verblüffung genügt und – zack – geht’s zielgerichtet und mit voller Kraft an Dein Allerheiligstes. Vom unerwarteten Übergriff vollgepumpt mit Adrenalien, kannst Du Dich mit letzter Kraft von Deinem thailändischen Angreifer losreißen und in großer Eile das Weite suchen. Das während des Angriffs die andere Hand des – für seine zarte Statur – ausgesprochen kräftigen Ladyboys derweil Deine Hosentaschen durchwühlt hat, fällt Dir erst am nächsten Tag auf. Da bleibt einem die Spucke weg. Wärs nicht aus therapeutischen Gründen notwendig, ich würde nicht darüber in meinem Blog berichten. Ehrlich!
Und weil ich gerade so in Fahrt bin: In manchen Teilen Thailands wird das Cliché des Thailand-Urlaubers gerade zu übererfüllt. Fette, rot glühende, alte Säcke mit kaum noch Haaren auf dem Kopf schlenzen die schärfsten Thai-Frauen durch die Gegend. Wohl kein Wunder, denn ständig wird man gefragt, was man für die Nacht zahlen will (das Argument, dass sie für meinen Körper bezahlen müssten zieht leider nicht – ich hab’s ausprobiert). Wer eine Massage will, sollte auf jeden Fall downgraden. Im Standardpaket ist nämlich sonst ein Happy Ending enthalten. Nie wird man als Westler normal behandelt, ständig wird verkauft, gefeilscht, beschissen und geheuchelt. Ja: ich habe den Asienkoller. Es wurde mir prophezeit, dass den jeder irgendwann bekommt. Ich wollte es nicht glauben. Nun steh ich da, mittellos und entnervt.
Da hilft nur eins: seine deutsche Seele massieren lassen. Das war in meinem Fall ein Treffen mit alten Freunden (Simone, Alex, Dani), Schwarzbrot (Danke Alex & Dani) und ein Paar Weißwürste mit Brezel. (Danke “Bei Otto’s”). Außerdem: nach zwei Erdinger sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Jetzt kanns weiter nach Kambodscha gehen.
Bilder von Thailand gibt’s hier:
http://www.suitcasestories.de/bilder/27_thailand
Thema: Reise, Thailand | Kommentare (2) | Autor: Tobi
Dienstag, 12. Januar 2010 12:19

Vietnam ist das (wahre) Land des Lächelns, auch wenn man nicht immer auf Anhieb den Grund für die gute Laune sieht. Die naheliegende Theorie, die der westliche Tourist sich ersinnt, ist die, dass den realativ armen Vietnamesen nichts anderes übrig bleibt als das Leben mit Humor zu nehmen.
Meine persönliche Theorie allerdings differnziert zwischen einem intrinsischem und einem extrinsischem Ansatz:
Ich denke, dass die Vietnamesen zum einen im Grunde Ihres Herzens alle noch Kinder sind und nur ein bisschen spielen wollen. Ihnen sitzt ein unbändiger Schalk im Nacken, der bei jeder möglichen (und unmöglichen) Gelegenheit herunterhüpft und sich einen neuen Spielpartner sucht.
Zum anderen liefern Ihnen die westlichen Touristen genügend Gelegenheiten dazu. Man muss sich nur auf eine Bank in Hanoi oder Saigon setzen und den touristischen Frischlingen (erkennt man ganz einfach an der khakifarbenen Kleidung, hunderte von Hosentaschen und einem bescheuerten Schlapphut) beim Überqueren der Straße zusehen. Jeder der schon mal da war, weiß was ich meine …
Mit Humor kann man auch nur das neukoloniale Verhalten mancher Westler ertragen. Heutzutage wird ein Land zwar nicht mehr von eroberungswütigen und fremden Kuluren gegenüber ignoranten Europäern unterworfen, dafür machen sich im eigenen Land offensichtlich sozial unfähige und unattraktive Männer über die Schönheiten Vietnams her und sichern sich so die “natürliche” Hierarchie der Kulturen und ihren Status als Kolonialherren.
Ein weiteres Beispiel, das ich wirklich nur dem vietnamesischen Humor zuordnen kann, ist die Tatsache, dass man ständig auf Straßenhändler trifft, die einem die selben Sonnenbrillen, Souveniers oder Feuerzeuge verkaufen wollen, die dir fünf Meter zuvor bereits 50 andere andrehen wollten. Ein echter Spießrutenlauf. Hätte ich alle Feuerzeuge mit Hoh Chi Minh-Konterfei gekauft, die mir auf dem Weg durchs Old Quarter in Hanoi angeboten wurden, hätte mich das FBI bestimmt als “kommunistisch auffällig” eingestuft und nach Guatanamo verschleppt. Was für ein Spaß.
Kommt dann aber mit den Vietnamesen ins Gespräch, werden einem immer wieder die drei selben Fragen gestellt:
1. Are you single? married?
2. Wanna Bum Bum?
3. Wanna Smoke? Cocaine?
4. Wanna buy lighter?
Egal bei welcher der drei Fragen man mit “ja” antwortet, man verbrennt sich immer die Finger, entkommt nur schwer den Klauen des Touristenfängers und man ist danach einen Haufen Kohle los.
Was sonst noch in die Hose gehen kann, veranschaulicht das folgende Beispiel: versucht mal ein Paar Flaschen vom vietnamesischen Schlangen-Wein (rượu rắn) per Post außer Land zu schaffen. Der freundliche Postbeamte öffnet das Paket, schaut sich lächelnd den Inhalt an und entscheidet mit einem Schmunzeln, dass das Zeug nicht über die Grenze darf. Selbst ein tiefer Griff in die Tasche (100 000 Dong = ca. 3 Euro) hilft nicht. Statt eines Freundes freut sich nun also eine einäugige Bettlerin über geschmeidige Haut und einen Wohlfühl-Rücken. Dafür sollen die in Alkohol eingelegten Reptilien nämlich gut sein.
Auf dem Weg zum Flughafen meine ich in der Ferne ein mir bekanntes Geräusch zu vernehmen. Ich bin mir sicher ein schallendes Gelächter zu vernehmen, nämlich das des Postbeamten und der Bettlerin, die bei einer Flasche Schlagenwein zusammen sitzen und sich über mich kaputt lachen. Dafür ist das Zeug also auch gut …
Bilder von Vietnam gibt’s hier:
http://www.suitcasestories.de/bilder/25_vietnam_norden
http://www.suitcasestories.de/bilder/26_vietnam_mitte_und_sueden
Thema: Reise, Vietnam | Kommentare (0) | Autor: Tobi