Beiträge vom Oktober, 2009

Big in Japan.

Montag, 26. Oktober 2009 9:41

Mount Fuji

Es fing eigentlich alles ganz gemächlich an, an diesem Herbsttag. Ich bin in eine neue Stadt gekommen, habe mir eine Kapsel zum Schlafen gesucht und währenddessen hat es geregnet – also alles so wie gehabt. Danach wollte ich nur kurz ein Sushi im Sushi-Train essen gehen, um dann zufrieden in mein neues Bett zu sinken.

Stattdessen bekam ich an diesem Abend die volle Wucht des japanischen Lifestyles ab. Ein japanisches Pärchen wurde auf mich aufmerksam, als ich mich vermutlich beim Sushi-Essen mal wieder zu doof angestellt habe. Trotz äußerst mäßiger (er) und quasi nicht vorhandener Englischkenntnisse (sie) haben sie mir die Tiefen des Sushi-Trains darlegen (sie) und die Tücken der japanischen Sprache (er) auseinandersetzen können.

Die neu geknüpften Bande machten es mir leicht die ursprünglich gehegten Pläne über Bord zu werfen und mit meinen neuen Freunden auf ein paar Dart zu gehen, um dabei ein paar Bierchen abzufeuern (oder andersrum). Wer glaubt, jeder japanische Abend ende irgendwann in einer Karaokebar, dem sei Folgendes gesagt: jeder japanische Abend endet irgendwann in einer Karaokebar!

Das Schauspiel, dass sich mir hier geboten hat, ist schwer in Worte zu fassen. Das Phänomen, dass die Japaner (genauso wie die Koreaner) “r” und “l” verwechseln ist spätestens seit dem Film “Team America” vielen bekannt und eigentlich auch nicht weiter erwähnenswert (wenn auch manchmal recht unterhaltsam). Dass aber Rock’n'Roll-Nummern (Lock’n'Loll), vorgetragen im zarten Eunuchen-Kontertenor, zu japanischen Schmuse-Balladen verkommen ist einfach nicht hinnehmbar. Ervis Plesry würde sich im Grabe drehen! Die japanische Interpretation von “By the way” hätte die Jungs von den Red Hot Chili Peppers bestimmt auch nicht zur Zugabe befeuert. Da war einfach kein Pfeffer drin …

Da kommt einem das All-You-Can-Drink-Konzept eines solchen Karaoke-Abends sehr gelegen, würde einen da nicht am nächsten Tag der Kater von der Bettkante her anschnurren. Aber auch gegen solch lästiges Getier haben die Japaner ein Mittel: Hang-Over-Tag ist Onsen-Tag.

Es gibt nichts besseres, als seinen geschundenen Körper nach all dem Lied – pardon: Leid – in die heißen Quellen eines Onsen zu hängen. Überall im Land verteilt gibt es diese Onsen. Das ganze Land liegt auf einem See heißer Quellen, die zur Entspannung und zur Linderung allerlei Wehwehchen dienen. Aber: so ein Onsen hat auch seine Tücken. Es gilt: wer (japanisch) lesen kann ist klar im Vorteil. Deswegen hier, zum ersten Mal in deutschen Blogs zu lesen, ein Ablaufplan für einen Onsengang am Beispiel des berühmten wie tükischen Dogo Onsens in Matsuyama:

1. Werfe 800 Yen in den Schlitz an der Kasse. Wenn Du nach Drücken der Programmauswahltasten einen Schmerz empfindest, ist die Mittagspause beendet. Das Gerät an der Kasse ist dann eine Dame.

2. Sperre Dein Schuhwerk in die dafür vorgesehenen Schuhschränke im Eingangsbereich. Nimm Schlüssel Nummer 1 in Empfang.

3. Begebe Dich in den ersten Stock. Das Zeichen für den Männerbereich ist international bekannt und gilt auch für deutsche Reisende.

4. Im Eingangsbereich des Ruheraums findest Du Schließfächer. Lege darin Deine Wertsachen ab und nimm Schlüssel Nummer 2 entgegen.

5. Lass Dir Deine Yukata (Bademantel) aushändigen. Egal, was Du glaubst, zwischen den Höflichkeitsfloskeln des weiblichen Servicepersonal herausgehört zu haben, die Aufforderung sich an Ort und Stelle vor ihnen auszuziehen war nicht Bestandteil der Konversation. Oder doch?

6. Gehe nach unten ins Erdgeschoss. Im Vorraum des Bades kannst Du Dich in Ruhe Deiner Klamotten entledigen. Sei unbesorgt: Du bist nicht aus Versehen in eine Nudisten-Party des Alzheimer Seniorenstifts geschlittert. Die älteren Herrn um Dich herum möchten auch nur Baden gehen. Lege Deine Klamotten in die dafür vorgesehenen Kleiderschränke ab. Du darfst nun Schlüssel Nummer 3 Dein eigen nennen.

7. Um das Bad zu betreten, benutzt Du die Schiebetüre auf der rechten Seite. Der näher liegende Durchgang auf der linken Seite führt zum Ausgang (und zu unvergesslich peinlichen Momenten).

8. Nimm auf den viel zu kleinen Hockern Platz und wasche Dich gründlich mit Wasserschlauch und Seife ab. Die braunen Lederberge neben Dir sind keine Lederberge, sondern die alten Herren von gerade eben.

9. Begebe Dich langsam in das wohlig-warme Bad. Nach 5 Stunden Aufenthalt in dem schwefelhaltigem Wasser färbt sich Deine Haut gelb. 30 Minuten hätten es auch getan.

10. Trockne Dich nach absolviertem Bad ab. Begebe Dich wieder in den Vorraum des Bades und ziehe Dir Deine Yukata an. Um an Deine Kleidung zu gelangen hilft Dir folgende (Un-)Gleichung:
Schlüssel 1 ≠ Schlüssel 2 ≠ Schlüssel 3

11. Gehe zurück in den ersten Stock. Setze Dich dort auf den Boden, wo bereits leichtes Gebäck und Grüner Tee auf Dich warten. Der beigelegte Strohuntersetzer ist nicht für den Becher, sondern als Frischluft-Fächer gedacht.

12. Ruhe Dich aus. Du hast es Dir nach all der Anstrengung verdient. Lass Dich durch das kichernde weibliche Servicepersonal nicht aus der Ruhe bringen. Untermauere Deine Souveränität mit einem Lächeln. Du wirst garantiert mit einer weiteren Tasse Tee belohnt.

13. Kleide Dich nun wieder an und versuche Deine Wertsachen aus dem Schließfach zu nehmen. Folgende Gleichung wird Dir helfen: Schlüssel 1 ≠ Schlüssel 2

14. Gehe nach unten in das Erdgeschoss. Benutze dafür die Treppe mit dem international bekannten Männer-Symbol.

15. Hole Dir Deine Schuhe aus dem Schuhfach. Folgende Gleichung wird Dir beim Zugang helfen: Schlüssel 1 = Schlüssel 1

Eigentlich ganz einfach oder?

Bilder vom 2. Teil meiner Japan-Reise gibt’s hier:

http://www.suitcasestories.de/bilder/17_japan_teil_2

Thema: Japan, Reise | Kommentare (3) | Autor: Tobi

Mein Lieblings-Sushi.

Donnerstag, 22. Oktober 2009 16:11

lieblingssushi

Im Sushi-Train in Osaka.

Thema: Japan, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi

Japan für Anfänger.

Dienstag, 20. Oktober 2009 10:46

Das Paris für viele Japaner die Stadt der Sehnsüchte und Träume ist glaubt man spätestens dann, wenn man vor dem Tokyo-Tower steht. Dieser ist eine um beeindruckende 8m höhere rot-weiße Nachbildung des Eifelturms und gilt als das Wahrzeichen Tokyos. Wer also den Eifelturm mal in einer sauberen und von freundlichen Menschen bewohnten Umgebung sehen möchte, der fährt nach Tokyo statt nach Paris. Das sollte man den Japanern auch zurufen, denn viele möchten die gelobte Stadt wenigstens einmal im Leben mit eigenen Augen sehen. Diese fallen ihnen dann auch raus, wenn sie mit völlig überhöhten Vorstellungen auf die geradezu sprichwörtliche Herzlichkeit der Franzosen und den Sauberkeitszustand der Stadt stoßen. Schockiert und desillusioniert brechen viele Japaner daraufhin ihre Reise ab und landen so nach ihrer Rückkehr prompt auf der Bank des Psychologen – Diagnose: Paris-Syndrom. Ob die Kosten dafür in der Reiserücktrittsversicherung abgedeckt werden?

Aus Solidarität zu den geschundenen Japanern habe ich mir deswegen ebenfalls ein kleines Japan-Syndrom kultiviert. Man sollte diesem Land wirklich eine Bedienungsanleitung beilegen. Oder gleich nach dem Zoll einen Automaten aufstellen, wo man sich die Dos und Don’ts ziehen kann. Auf einen Automaten mehr oder weniger kommt es in diesem Land eh nicht mehr an. Das Land ist damit wirklich vollgepackt. An jeder Ecke findet man Getränke- und Snackautomaten, Spiel- und Spielzeugautomaten. Selbst in kleineren Restaurants gibt’s Bezahlautomaten, sprich: man wählt ein Gericht aus, wirft den passenden Betrag ein und erhält ein Ticket, das man dann der nach wie vor vorhandenen Bedienung übergibt. Bis ich mein erstes Gericht in Fukuoka vor mir stehen hatte, durfte ich in so jedes Fettnäpfchen hineintappen, das in dem Restaurant aufgestellt war. Aber wie immer hat ja alles Negative auch seine positive Seite. Und so war das erste japanische Wort, das sich mir eingemeisselt hat “gomenasai” (Entschuldigung). Gomenasai, gomenasai, gomenasai – sog i (das war bayerisch).

Aber auch bei ganz trivialen Dingen hatte ich so meine Probleme: Mülleimer zum Beispiel. Die Mülleimerdichte in japanischen Städten erinnert an die Eisbärdichte auf der Antarktis. Man gönnt sich an einem heißen Tag ein Eis, isst es genüsslich auf und versucht anschließend, die Umverpackung los zu werden. Aber wohin damit, wenn es so gut wie keine Mülleimer gibt? Das verrückte ist, dass die Städte trotzdem sauberer sind als in der Schweiz, was es beinahe unmöglich macht den Müll einfach fallen zu lassen (was sich mit unserer deutschen Bündnis ’90/Die Grünen-Sozialisierung eh nicht verträgt). Was bleibt einem da anderes übrig, als den Müll mit sich herum zu tragen und die anderen Müll-bepackten Touristen mit einem Wink zu grüßen, wie es sonst nur unter Motorradfahrern üblich ist. Man kennt sich halt. Komischerweise sehe ich nie Japaner mit Abfall in den Händen umherirren.

Apropos umherirren: sehr beeindruckend sind auch meine Orientierungsleistungen in japanischen Städten: es scheint wie ein Fluch über mir zu liegen, dass sich, egal in welcher (japanischen) Stadt ich gerade ankomme, das von mir angesteuerte Ziel grundsätzlich auf der anderen Seite des Bahnhofs befindet. Und offenbar gehört es zu den für mich unmöglichen Dingen, von der einen Seite des Bahnhofs zur anderen zu gelangen. Und das, obwohl ich der Sohn eines Bahnbeamten bin.

Neben diesen etwas gewöhnungsbedürftigen Dingen gibt es aber auch wirklich verstörende Eigenarten. Maid-Cafés zum Beispiel. Das sind Cafés, in denen man sich von als Püppchen verkleidete (hoffentlich nur) minderjährig-wirkenden Mädels bedienen lassen kann und mit ihnen “spielen” darf. Ein Stockwerk weiter unten kann man sich dann neben entsprechender Verkleidung auch aufblasbare Gummipuppen kaufen. In dieses Bild passt dann auch, dass man auf der Straße auffällig viele Mädchen mit Gehfehler flanieren sieht. Es ist ja auch soooooo süß, wenn man ständig auf die Schnauze – Pardon! – das Schnäuzchen fällt, weil man vor lauter Goldigkeit die Füße soweit nach innen stellt, dass einem dieselbigen immer irgendwie im Weg rumstehen.

Bei aller Japanliebe – dafür möchte ich die Bedienungsanleitung erst gar nicht finden.

Bilder vom 1. Teil meiner Japan-Reise gibt’s hier:

http://www.suitcasestories.de/bilder/16_japan_teil_1

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Japanischer Rassismus.

Montag, 19. Oktober 2009 21:14

jap_klo01

Die Frage ist nur gegen wen gerichtet?

jap_klo02

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Lost in Transpiration

Sonntag, 18. Oktober 2009 13:12

Eigentlich wollte ich doch nur ein neues Deo kaufen …

labels

schilderwald

Thema: Japan, Shorts | Kommentare (1) | Autor: Tobi

Lost in Transportation – Teil 2

Mittwoch, 14. Oktober 2009 8:32

Dann geh ich doch lieber zu Fuß …

tokyometro

Eine “Übersichtskarte” der Metro in Tokyo

Thema: Japan, Shorts | Kommentare (2) | Autor: Tobi

Lost in Transportation – Teil 1

Montag, 12. Oktober 2009 21:33

Beim nächsten Mal nehme ich die Metro

zebrastreifen

Zebrastreifen in Shibuja (Tokyo)

Thema: Japan, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi

Archäologischer Sensationsfund.

Sonntag, 11. Oktober 2009 18:58

Tokyo (Japan): Tobias Bertenbreiter ist ein sensationeller archäologischer Fund gelungen. Die lange verschollen geglaubten Aufzeichnungen eines mysteriösen Abends im frühchristlichen Seoul (Korea) tauchten bei intensiven Grabungen im japanischen Tokyo – eingebunden in ein schwarzes Moleskine – auf.

Die Aufzeichnungen beweisen, dass lange vor der indo-baiuwarischen Völkerwanderung auf die koreanische Peninsula vereinzelte Kontakte zwischen Volksgruppen der Stämme Italo-Rheinländer, Baiuwaren und Osakianer bestanden haben müssen, die mindestens bis ins Jahr 2001 zurückreichen.

Laut Experten, zeigen die hier zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum gezeigten Papiere aller Vorraussicht nach das Protokoll eines Zusammentreffens dieser drei Volksstämme. Grund der konspirativen Sitzung: Sondierung von Gemeinsamkeiten, geopolitischer Austausch und frühsportlicher Diskurs.

protokoll_01

Abbildung 1 (Seite 1 & 2)

Abbildung 1 (Seite 1) beinhaltet Aufzeichnungen von einer Frühform der heute unter dem Namen Fußball bekannten Sportart. Offenbar wurde hier auch Chronik über erste Meisterschaften dieser Sportart geführt, die allem Anschein eine deutliche Hegemonialstellung eines der beteiligten Sport-Konglomerate zeigt.

Abbildung 1 (Seite 2) zeigt die ersten uns bekannten geografischen Darstellungen der Gebiete um das heutige Japan, Italien und Deutschland.

protokoll_02

Abbildung 2

Abbildung 2 zeigt weitere frühzeitliche geografische Darstellungen der Gebiete rund um die heutigen Länder China, Japan und das Gebiet um Spaichingen (Baden-Württemberg). Die hier gefunden Karten zeichnen sich durch eine bis dahin nie gesehene Präzision und Detailverliebtheit aus, die die Experten aus aller Welt begeistern. Besonders die Angaben zu Wetter und Sprache (“Itchigo Itchie”) geben den Experten völlig neue Einsichten in das Leben dieser Zeit.

Die Qualität der gefunden Stücke, die in ihrer Ausführung für die Zeit revolutionär erscheinen, legt bei Experten den Schluss nahe, dass die Dokumente in einer Art Trance angefertigt worden sein müssen. Aus anderen Überlieferungen wissen wir, dass in der damaligen Zeit zum Erreichen solcher Zustände häufig 소주 (Soju) und 맥주 (eine dem heutigen Bier ähnliche Rezeptur) eingesetzt wurden.

Thema: Japan, Korea, Shorts | Kommentare (2) | Autor: Tobi

Fashion 2009.

Dienstag, 6. Oktober 2009 21:20

Wer italienische Mode sehen möchte, der fährt nach Mailand.
Wer französische Mode sehen möchte, der fährt nach Paris.
Und wer japanische Mode sehen möchte, der fährt – genau –  nach Nadda auf d’ Schbordblatz.

Gefunden in Kyoto in einer hippen Fashion-Boutique:
nattheim

Thema: Design, Japan, Shorts | Kommentare (10) | Autor: Tobi

Die Achse des Bösen.

Samstag, 3. Oktober 2009 17:10

Nachdem ich mich ja im letzten Artikel vor allem ums Übersinnliche gekümmert habe, geht’s heute wieder mehr ums Weltliche. Korea hat noch einiges zu bieten. Welches Land kann schon von sich behaupten eine Achse des Bösen sein eigen nennen zu können. Ich wähle diese Formulierung ganz bewusst. Wenn man sich das Ganze von der südkoreanischen Seite her anschaut, dann bekommt man nämlich schnell den Eindruck, dass da Hollywood seine Finger im Spiel hatte.

Folgerichtig kommt der Besuch dieser “Attraktion” dann auch einer Fahrt ins Disneyland gleich. Nur dass auf die Besucher statt Achterbahn und Donald Duck, eben Fake-Dörfer und Kim Jong Ill auf nordkoreanischer Seite sowie Freedom-Dörfer und Reunification-Bahnhof auf südkoreanischer Seite warten. Höhepunkt der Tour ist dann die (für die Südkoreaner) bedauerliche Niederlage im Wettstreit um den höchsten Fahnenmasten. Ja so eine unvoreingenommene Sightseeing-Tour ins DMZ (Demilitarized Zone) wird da schnell zum Propaganda-Crashkurs. Als Werbeprofi sollte man ja immer etwas Propaganda-Werkzeug im Gepäck haben. Vielleicht kann ich die Tour ja als Fortbildungskurs von der Steuer absetzen.

Zum Thema Propaganda passt dann auch das Folgende:

swastika

Mich haut’s jedes Mal beinahe aus den Latschen wenn ich an einem buddhistischen (also vegetarischen) Restaurant oder Tempel vorbei laufe – zumindest solange, bis der Impuls die Hirnrinde erreicht hat. Ich weiß ja, dass die Swastika im Buddhismus eine lange Tradition hat und diese von den Nationalsozialisten missbraucht wurde. Aber trotzdem könnten die Koreaner schon ein bisschen Rücksicht auf uns Deutsche nehmen, oder? Und dann haben sie sie auh noch falsch herum aufgehängt …

Vermutlich waren die beim Aufhängen mal wieder voll Ginseng. Die Koreaner machen ja quasi alles aus Ginseng. Das Ginseng Medizin gegen alle möglichen und unmöglichen Krankheiten ist, wissen wir ja bereits. Aber dass man daraus auch Kaffee, Schnaps, Seife und sogar Putzmittel machen kann, war mir neu. Da kann es dann schon mal passieren, dass man aus Versehen zur Putzmittel- statt zur Schnapsflasche greift. Das könnte dann auch oben beschriebene Phänomene erklären.

Vielleicht ist aber der hohe Ginseng-Verbrauch auch Grund für das gute Aussehen und die gute Form, die sich die Koreanerinnen und Koreaner so im Schnitt zugelegt haben (ein schönes Wortspiel, das man versteht, wenn man Rhythm & Seoul gelesen hat). Ich versteh nur nicht, dass gerade die älteren Damen, dann ihr Gesicht häufig durch Mega-Sonnencaps schützen oder je nach dem ganz verhüllen. Das hier ist leider ein schlechtes Beispiel, illustriert aber dennoch das Angesprochene:

darthvader

Das ist dann sozusagen die koreanische Burka. Oder so eine Art Schweißermaske. Oder die Damen sind einfach nur Darth Vader-Fans. Wo wir wieder bei der Achse des Bösen wären …

Bilder von meiner Tour an die nordkoreanische Grenze gibt’s hier:

http://www.suitcasestories.de/bilder/13_dmz

Gyeongju: http://www.suitcasestories.de/bilder/14_gyeongju

Busan: http://www.suitcasestories.de/bilder/15_busan

Thema: Korea, Reise | Kommentare (0) | Autor: Tobi