Into the wild.
Ich habe glaube ich ein neues Hobby gefunden. Ich gehe unter die Sammler und werde Jesus. Ja – wirklich. Ich sammle im Moment Menschen, wie andere Schulden. Ich wusste bisher nicht, dass ich diese Fähigkeit habe, aber im Laufe der letzten Wochen und Monate habe ich in Hochphasen bis zu sieben Leute auf einmal um mich geschart. Dabei nehme ich in meiner liberalen Art und Weise keine Rücksicht auf Nationalität oder Geschlecht. Ich habe jetzt auch angefangen mit der wundersamen Lebensmittelvermehrung. Das klappt leider noch nicht ganz so, wie ich mir das vorstelle – aber ich bleibe dran.
Eine neue Gruppenkonstellation gabs dann auch bei meinem zweiten Versuch, aus Ulan Bator rauszukommen. Neben dem altbewährten englischen Pärchen Natalie und Steven gesellen sich nun die Engländer Ben und Jack zu unseren Trip in den Terelj-Nationalpark. Da sowohl Nat und Steve als auch ich keinen Bock mehr auf jegliche Form von Ziegen-, Stuten- oder Yak-Milch in den unterschiedlichsten Konsistenzen und Ausprägungen haben und schon beim bloßen Gedanken an den Geruch das Weite suchen, beschließen wir einen selbstorganiserten Trip mit Zelt und Lagerfeuer zu machen.
Was nun folgt ist ein klassischer Tagebucheintrag über diese drei wunderschönen Tage, draußen in der Natur, mit allem was dazugehört:
18.08.2009, Dienstag: Ankunft Terelj-Nationalpark. Regen. Lesen, Denken, Wandern. Keine besonderen Vorkommnisse.
19.08.2009, Mittwoch: Wunderschönes Wetter. Lesen. Denken. Wandern. Keine besonderen Vorkommnisse.
20.08.2009, Donnerstag: Wunderschönes Wetter. Lesen. Denken. Wandern. Keine besonderen Vorkommnisse. Abreise nach Ulan Bator.
Sorry, aber so langweilig kann Reisen manchmal auch sein. Ich fand’s gut
Bilder vom zweiten Trip gibts hier:
http://www.suitcasestories.de/bilder/09_mongolei_tour02
P.S.: Dem Milchgeschmack bin ich leider nicht entkommen. Im Gepäckabteil des Bus ist eine Kanne Airag ausgelaufen und mein gieriger Rucksack hat sich im Unverstand von oben bis unten vollgesau(g)t. Somit habe ich für die nächste Zeit als weiteren Begleiter den Jurten-Geruch um mich. So kanns gehen …
Mittwoch, 16. September 2009 0:38
Ist halt schon ein bisschen so wie der Isarverlauf bei Wolfratshausen. Aber halt ohne Schlauchboote. Ja Mai…