Gutes Klo Design
Mittwoch, 29. Juli 2009 12:31

(Gefunden im Design District Helsinki.)
Thema: Design, Finnland, Shorts | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Mittwoch, 29. Juli 2009 12:31

(Gefunden im Design District Helsinki.)
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Dienstag, 21. Juli 2009 21:28
… lauf ich in nen Supermarkt rein und sehe das hier:

Die gibt’s in Finnland abgepackt. Feine Sache, oder?
Thema: Finnland, Shorts | Kommentare (2) | Autor: Tobi
Montag, 13. Juli 2009 14:26
Willkommen in Finnland!
Finnland ist das Land, in dem die Wahrscheinlichkeit einen Gothic zu treffen höher ist als einen Lappen. Hier sagen dir Mintuu und Tervaschnapsi “Gute Nacht”. Finnland ist das Land, wo jeder Satz einer Umlautorgie gleicht. Das führe ich allerdings weniger auf ethymologische Gründe als auf den erhöhten Alkoholkonsum dort zurück. Den Leuten hier ist es gelungen Urinieren in der Öffentlichkeit gesellschaftsfähig zu machen, ja sogar zu einer Art finnischen Livestyle zu stilisieren. Außerdem ist Finnland ein Land, in dem das Wetter schneller wechselt als du epäjärjestelmällisyydellistyttämättömyysellänsäkäänköhän sagen kannst.
Meine Erlebnisse mit Ryan Air hab ich ja schon ausgiebig geschildert. Mein erster Eindruck von Tampere (immerhin die drittgrößte Stadt Finnlands) war zugegebenermaßen etwas belustigend. Ich war glaube ich noch nie auf einem so winzigen Flughafen. In Deutschland nennt man sowas Flugplatz. Ich hatte etwas Angst, dass das Kofferband unter dem Gewicht meines Rucksacks zusammenbricht.
Jaqueline und Jari (bei denen ich untergekommen bin) halfen mir aber, diesen ersten Eindruck schnell zu revidieren. Sie zeigen mir, dass Tampere mehr zu bieten hat. Heavy Metal Karaoke zum Beispiel. Oder das Tammer Festival, das zu dem Zeitpunkt, als ich dort aufgeschlagen bin, viele Bands und viele Fans in die Stadt gebracht hat.
Oder Doris. In Doris war ich mehrmals.
Ein Schelm, wer übles dabei denkt. Doris ist natürlich nicht meine neue finnische Freundin, sondern eine Bar, die ich (wie zuvor schon Tampere) ziemlich unterschätzt habe. Hier wird der Rock’n'Roll noch gelebt. Hier kann man noch “durchdrinkende” Gespräche führen, Frauen beleidigen und immer wieder auf jemanden treffen der auch mal ein paar Brocken Deutsch spricht. Außerdem kommt man zwar normalerweise nicht betrunken rein, dafür kommt man aber garantiert betrunken raus. Besonders, wenn man – wie ich – einen trinkfesten Schweden (Pekka – der Cousin von Jari) als Kompanion dabei hat.

A propos Deutsch: Es ist schon faszinierend, wie gut alle dort Englisch sprechen. Selbst im Mc Donalds wird man wie selbstverständlich auf Englisch bedient. In Deutschland undenkbar. Da wird man höchstens auf Türkisch gefragt, ob man eins aufs Maul will, weil man versehentlich die Mutter des Burgerbrutzlers beleidigt hat.
Wie schon angedeutet, war auch musikalisch einiges geboten. Bei PMMP, eine finnische singende Pop-Rockband, die vermutlich dort einen Status hat wie bei uns Grönemeyer durfte ich live hören (listen to the lyrics). Oder die Don Johnson Bigband, die so eine Art Crossover-Reggae-Metal-Volksmusik-Independent-Poprock-Hiphop-Sound fährt. Der Höhepunkt dieses Abends war die menschliche Beatbox, die in der Pause gespielt hat. Und natürlich Pippi Langstrumpf, die die Band mit einem Synthi-Akkordion begleitet hat.
Kulinarisch gibt es hier auch einige Besonderheiten. Salmiaki Kossu zum Beispiel. Mann nimmt einfach ien paar Lakritz-Pastillen und zermörsert diese. Das Ganze wird dann in eine Flasche Vodka gefüllt, geschüttelt nicht gerührt und sehr kühl getrunken. Oder Leipäjuusto, so eine Art Brotkäse mit Marmelade. Sehr lecker. Gegrillten Halloumi-Käse kann ich auch nur wärmstens empfehlen. Oder meine neue Leidenschaft für Munkkis (finnische Donuts), die mein schwedischer Gefährte Pekka ebenso exzessiv mit mir teilt.
Nach so viel kulturellem und kulinarischen Ergüssen, möchte ich natürlich auch die sportliche Seite Finnlands beleuchten. Sehr populär ist hier Frisbee-Golf. Dafür gibt es eigene 9-Loch-Golfplätze, auf denen man mit einer harten und einer weichen etwas kleineren Frisbee versucht, den Tiger Woods zu mimen. Oder auch Mitternachts-Mini-Golf ist sehr zu empfehlen. Da wartet man bis die Bahn geschlossen hat und geht dann anschließend mit eigener Ausrüstung los und versucht möglichst den Ball zu treffen. Das wird dann mit zunehmender Dunkelheit auch immer schwieriger, auch wenn es zugegebenermaßen recht lange dauert, bis es dunkel wird. Was diesen Sportarten gemein ist, ist die Tatsache, dass man dafür eigentlich nur eine Hand braucht. In der anderen steckt nämlich eine kühle Dose Bier.
Mehr Bilder von Tampere gibt’s hier zu sehen:
http://www.suitcasestories.de/bilder/01_tampere
Thema: Finnland, Reise | Kommentare (1) | Autor: Tobi
Montag, 13. Juli 2009 14:18
Ja – ich habe es getan. Ich habe 3 kg Übergepäck an der misstrauischen (und leicht überforderten) Flugbegleiterin vorbeigeschmuggelt. Ich denke das ist das Schlimmste was man bei Ryan Air machen kann – außer vielleicht aufs Klo gehen und nicht bezahlen.
Man darf bei Ryan Air 15 kg Gepäck aufgeben und 10 kg Handgepäck bei sich tragen. Das macht zusammen 25 kg. Hat man (so wie ich) zu viel dabei, hat man am Check-In noch die Möglichkeit sein Gepäck umzuschichten (oder 15 Euro pro Kilo extra bezahlen). Allerdings werden beim besten Willen aus 28 kg einfach keine 25 kg. Man kann jetzt einfach ein paar besonders schwere Unterhosen rauswerfen oder man geht den Weg, den alle gehen, die an ihren Unterhosen hängen: Den Weg in die Kriminalität. Voraussetzung für eine erfolgreiche Karriere als Übergewichtsdealer ist entschlossenes Auftreten, schnelle Auffassungsgabe und lange Beine. Zugegebenermaßen habe ich keine langen Beine, aber einen zügigen Schritt (den ich der verdutzten Kontrolleurin vorführen konnte).
So schnell wird man also zum Kleinkriminellen. Ich bin mir nicht sicher, ob sich mein übergewichtiger Sitznachbar darüber auch im Klaren war.
Überhaupt: Ryan Air ist eine echte Erfahrung wert. Eingepfercht zwischen einem deutschen Pärchen, das am Bilderrätsel der Bild-Zeitung verzweifelt und grantig dreinschauenden Finnen werden dir überteuerte Getränke von blaubeschürzten Frauen angeboten, die in der Bahnhofstoilette besser aufgehoben wären als in einem Flieger.
Aber auch die Bahn hat so einiges zu bieten. Ich bin in Ulm gestartet und dann nach Frankfurt gefahren. In meinem Abteil haben die Mitarbeiter der freundlichen Bahn (oder andersrum?) für eine ausgedehnte Foto-Session aufgebaut. Im Mittelpunkt eine hübsche Anfang-20jährige, die sich “ganz natürlich” bewegen sollte. Versuch das mal, wenn du von gefühlten 2000 Augen angestarrt wirst.
Übrigens: wenn ihr das nächste mal den Zug nehmt und die Zeit totschlagen müsst, dann empfehle ich Euch einen Bick in die Hochglanzillustrierte “Bahn Mobil”. Da könnt ihr dann auf das dort bald abgebildete Mitropa-Model zeigen und sagen: “Der, der da nicht auf dem Bild zu sehen ist, das ist der Tobi.”
Fasziniert von so viel Eleganz habe ich dann gleich mal einen kleinen Umweg über Bonn genommen und bin dann mit etwas Verspätung in Frankfurt eingetroffen. Ich hatte von Frankfurt bisher ein eher indifferentes Bild, was sich nun grundlegend geändert hat. Für mich ist Frankfurt ab jetzt die Stadt, in der einem die Kellner gerne mal in den Geldbeutel greifen.
In Frankfurt durfte ich netterweise bei Dani, der Freundin von Alex übernachten (Vielen Dank Dani!). Sie wurde Zeuge, als ich mein letztes Deutsches Bier auf deutschem Boden zu mir nahm: ein Schneider Weisse Original auf dem Maintower. Offensichtlich hat es sich bereits rumgesprochen, dass ich diese Reise mache und für mich deutsches Bier bald flüssiges Gold sein wird. Der Goldpreis ist ja zur Zeit ziemlich hoch und die Verfügbarkeit gering. In meinem Fall bedeutet das: 5,50 € für 0,33 l Weissbier.
Na denn Prost!
Thema: Deutschland, Reise | Kommentare (0) | Autor: Tobi
Donnerstag, 9. Juli 2009 16:32
Ein rauschendes Fest.
Bilder sagen mehr als tausend Worte: http://www.suitcasestories.de/bilder/00_farewell/
Schön, dass ihr alle da wart.
Thema: Allgemeines, Deutschland | Kommentare (0) | Autor: Tobi